Grund für die 36: Eine Buslinie und Rechenspiele eines Stürmers

Breel Embolo hat seinen Urlaub verkürzt, um so schnell wie möglich ins Training bei den Knappen einsteigen zu können. Auf schalke04.de spricht der Schweizer Nationalspieler über seine ersten Stunden in Königsblau, die Faszination seines neuen Clubs, positive Gespräche mit Christian Heidel und Markus Weinzierl sowie die Bedeutung seiner Rückennummer.

Breel Embolo über …

… seinen verkürzten Urlaub:

Ich wollte einfach loslegen, denn ich fühle mich fit. Schon früher war es so, dass ich nicht lange pausieren konnte – ich wollte einfach immer Fußball spielen. Das war für meine Mutter manchmal gar nicht so einfach (schmunzelt). Dass Schalke am Mittwoch ein Testspiel in Rheine hatte, passte gut. Denn so konnte ich meine neue Mannschaft schon einmal live sehen. Das Spiel hat mir sehr gut gefallen. Tags darauf habe ich dann selbst losgelegt. Ich bin froh, dass ich den Leistungstest hinter mir habe. Denn nun kann ich endlich mit meiner neuen Mannschaft trainieren.

… den FC Schalke 04:

Ein toller Verein mit einer riesengroßen Tradition und positiv verrückten Fans. Mein Wunsch war es immer, in die Bundesliga zu wechseln, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Das habe ich den Verantwortlichen in Basel gegenüber auch stets offen kommuniziert. Nach dem ersten Gespräch mit Christian Heidel und Markus Weinzierl hatte ich sofort ein gutes Gefühl, die Chemie zwischen uns passte einfach. Zudem hat Schalke in der Vergangenheit immer wieder jungen Spielern die Chance gegeben, sich zu entwickeln, um immer besser zu werden.

… Angebote anderer Clubs:

Es gab einige Anfragen – und ich habe mir auch vieles angehört. Für mich war wichtig, dass es zu 100 Prozent passt. Das ist bei Schalke der Fall.

… königsblaue Recherche:

In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich mich viel über Schalke im Internet informiert. Ich wollte einfach alles über den Verein wissen, damit mir die Integration leicht fällt und ich der Mannschaft schnell helfen kann. Als mein Wechsel feststand, habe ich von vielen Menschen aus meinem Umfeld Glückwünsche erhalten. Bislang habe ich wirklich nur Positives über den Verein gehört. Schalke hat europaweit einen großen Namen und ist für seine leidenschaftlichen Fans bekannt. Ich freue mich schon auf den Moment, wenn ich das erste Mal vor mehr als 60.000 Zuschauern in der VELTINS-Arena einlaufen kann.

… seine neuen Mitspieler:

Einen Großteil kenne ich bereits, da die Bundesliga in der Schweiz sehr populär ist und ich mir dementsprechend regelmäßig die Spiele angeschaut habe. Wir haben eine tolle Mannschaft auf Schalke mit großartigen Persönlichkeiten. Klaas-Jan Huntelaar habe ich schon bewundert, als ich noch ein kleiner Junge war. Eric Maxim Choupo-Motings Weg habe ich ebenfalls stets verfolgt, da er wie ich kamerunische Wurzeln hat. Gegen einige der jungen Spieler bin ich bereits angetreten – in der Junioren-Nationalmannschaft und auch mit dem FC Basel in der UEFA Youth League.

… seine Rückennummer:

Ich trage die 36, denn diese Nummer hat mir schon in Basel Glück gebracht. Mit ihr bin ich Profi geworden. Damals, als ich noch Jugendspieler war, bin ich immer mit der Buslinie 36 zum Training gefahren. Zudem sind 3+6=9 – und das ist die klassische Nummer eines Stürmers. Es gibt also gleich mehrere Gründe, warum mir die 36 gut gefällt.

… seine Position:

Im Offensivbereich kann ich jede Rolle einnehmen. Von daher spiele ich dort, wo der Trainer mich aufstellt und ich am wertvollsten für das Team bin. Als ich Profi wurde, habe ich in den ersten Partien im Zentrum agiert. Aber da ich in Basel in den vergangenen drei Jahren drei verschiedene Trainer hatte, gab es immer wieder Wechsel. Ich bin flexibel. Wichtig ist mir erstmal, dass ich die Mannschaft schnell kennenlerne.

… Druck:

Ich bin bereits einige Jahre Profi, habe mit dem FC Basel in der Champions League gespielt und nationale Titel errungen. Druck gab es also schon immer – und das bereitet mir keine Probleme. Ich bin ein positiv denkender Mensch, gehe stets voller Freude auf den Platz und gebe mein Bestes. Die Erwartungen an meine Person sehe ich als zusätzliche Motivation, um immer besser zu werden.

… das Testspiel am Samstag (16.7.) in Luzern:

Ob ich bereits einige Minuten zum Einsatz komme, weiß ich nicht. Darüber habe ich mit dem Trainer noch nicht gesprochen. Natürlich wäre es schön, da das Spiel in der Schweiz stattfindet. Andersherum ginge die Welt aber auch nicht unter, wenn ich nicht dabei bin.

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