Guido Burgstaller: Habe mir einen riesengroßen Traum erfüllt

Die erste Arbeitswoche nach dem verdienten Sommerurlaub ist fast geschafft. Seit Montag (16.7.) nimmt Guido Burgstaller wieder am Mannschaftstraining der Königsblauen teil. Auf schalke04.de spricht der Stürmer über den Konkurrenzkampf im Team, den Urlaub bei der Familie in Österreich, seine Ziele und die Vorfreude auf die neue Saison.

Guido, nachdem Alessandro Schöpf und du noch bis in den Juni hinein Länderspiele für Österreich bestritten hattet, seid ihr beiden nicht mit nach China gereist. Stattdessen hieß es: Akku aufladen. Wie hast du die freie Zeit verbracht?
Großen Stress hatte ich im Urlaub jedenfalls nicht (lacht). Wir hatten einen schönen Urlaub. Ich war viel zu Hause bei der Familie in Österreich, auch ein paar Tage mit der Familie und mehreren Freunden in Kroatien unterwegs. Das lief alles ruhig. Ich bin auch gerne zu den Seen oder ans Meer gegangen. Da entspannt es sich am besten.

Hast du auf der Sonnenliege auch noch das eine oder andere Mal an die vergangene Saison gedacht?
Klar, da geht dir schon noch häufiger das eine oder andere Spiel durch den Kopf: Einzelne Szenen aus dem Spiel oder wie wir nachher vor der Kurve gefeiert haben. Sowas vergisst du nicht so schnell. Ich bin hier auf Schalke sehr zufrieden. Ich habe viele Einsatzminuten und jede Menge Spaß gehabt. Die vergangene Saison war etwas ganz Besonderes. Gerade die emotionale Achterbahnfahrt beim 4:4 im Derby, das wird man nicht so schnell los.

Die vergangene Saison war etwas ganz Besonderes.

Guido Burgstaller

Wie heiß bist du auf die neue Saison?
Wir sind mit voller Vorfreude in die Vorbereitung gestartet und froh darüber, dass es endlich wieder losgeht. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder in der Arena zu spielen! Jetzt muss ich aber erstmal meinen Körper wieder auf Vordermann bringen (lacht). Wir absolvieren aktuell zwei Trainingseinheiten pro Tag. Das ist sehr anstrengend, gerade wenn es wie jetzt so heiß ist. Da muss man schon öfters den inneren Schweinehund überwinden. Das gehört einfach zu einer vernünftigen Vorbereitung.

Die Mannschaft ist über den Sommer gewachsen. Einer der Neuzugänge ist Steven Skrzybski, der wie du damals den Sprung aus der Zweiten Bundesliga geschafft hat. Hast du irgendwelche Ratschläge für seine erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse?
Ich bin kein Oberlehrer, der jedem sagt, was er zu tun hat. Er soll das machen, was ihn auch in der Zweiten Liga stark gemacht hat: Seine Offensivstärke, viele Tore und viele Assists. Das soll Steven einfach beibehalten und sich nicht groß verändern. Dann wird er uns helfen, eine gute Saison zu spielen. Wir freuen uns, dass er hier ist.

Ein weiteres neues Gesicht ist Mark Uth, der drittbeste Torschütze der Bundesliga-Saison 2017/2018. Direkte Konkurrenz für dich?
Konkurrenzkampf innerhalb des Teams ist ja nichts vollkommen Neues. Jeden Sommer kommen neue Spieler zu einem Verein, um mit den anderen um dieselben Positionen zu kämpfen. Das kenne ich jetzt schon seit zehn Jahren und wird auch solange ich noch Fußball spiele so bleiben. Ich kann damit umgehen. Mark ist ein super offener Kerl, wir haben uns gleich gut verstanden. Dass er Tore machen kann, hat man letzte Saison gesehen. Er besitzt eine sehr gute Offensivqualität. Das brauchen wir, wir haben in der kommenden Spielzeit viele Spiele vor der Brust. Ich freue mich auf ihn und die ganzen anderen Neuzugänge.

Ich will Tore schießen, ganz viele Tore.

Guido Burgstaller

Was sind deine Ziele für die neue Saison. Sowohl mit dem Verein als auch für dich ganz persönlich?
Ich will Tore schießen, ganz viele Tore (lacht). Natürlich würde es mich freuen, wenn ich wieder ein paar Scorer-Punkte sammeln kann. Das Wichtigste ist aber, dass ich wieder gut und gesund durchkomme. Das ist die Grundvoraussetzung, um konstant gute Leistungen in der Saison zu bringen. Ich hoffe, dass es in der Liga ein bisschen spannender wird. Dass die Bayern wieder als klarer Favorit in die neue Saison starten, ist logisch. Wir und die anderen Mannschaften werden aber unser Bestes geben und versuchen, ihnen möglichst viele Punkte abzuknöpfen. Dann schauen wir mal, was sich so ergibt.

Und dann wartet da ja noch die Champions-League!
Die Vorfreude ist riesengroß. Die Champions League ist für jeden Fußballer das Größte. Für mich wird es eine Premiere, in der Königsklasse aufzulaufen. Das war schon immer ein riesengroßer Traum, den ich mir jetzt endlich erfüllen kann. Dafür habe ich hart gearbeitet. Wir sind sehr froh und können stolz auf uns sein, dass wir es in diesen Wettbewerb geschafft haben.

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