Guido Burgstaller: Riesengroßer Spaß in der Nordkurve

Nach dem Abpfiff war für Guido Burgstaller am Samstag (31.3.) noch lange nicht Schluss. Die Fans feierten den Torschützen zum 2:0 lautstark und baten ihn auf das Podest vor den Stehplatzrängen. Auf schalke04.de spricht der österreichische Nationalspieler über den Sieg gegen den SC Freiburg, sein erstes Mal in der Nordkurve und die aktuelle Tabellenposition.

Guido, herzlichen Glückwunsch zum Sieg! Der Dreier war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Warum habt ihr euch gegen den Sport-Club lange so schwergetan?
Die Freiburger haben die Räume sehr eng gemacht. Gerade für uns Stürmer ist das alles andere als angenehm. Darum haben wir in der Pause auch reagiert und etwas umgestellt. Natürlich hat uns auch der Platzverweis gegen Nils Petersen in die Karten gespielt. In Überzahl haben wir es dann sehr souverän gemacht und am Ende verdient gewonnen.

Nach dem Spiel wurdest du lautstark von den Fans in der Nordkurve gefeiert …
Ich wusste zunächst gar nicht, was los ist. Ralf Fährmann hat mich dann darauf hingewiesen, dass ich in die Kurve kommen soll. Es war das erste Mal für mich – und ich kann sagen, dass es riesengroßen Spaß gemacht hat. Daran könnte ich mich gewöhnen (lacht).

Wie gut tut diese Wertschätzung?
Ich sage ja immer wieder, dass ich mich hier pudelwohl fühle und es genieße, das Schalker Trikot zu tragen. Für die Unterstützung bin ich dankbar. Es ist ein überragendes Gefühl, wenn die Fans hinter einem stehen.

Ich sage ja immer wieder, dass ich mich hier pudelwohl fühle und es genieße, das Schalker Trikot zu tragen.

Guido Burgstaller

Eines war neben den ‚Burgstaller‘-Sprechchören nicht zu überhören: die Fans denken bereits an das Derby!
Sie haben dieses Spiel natürlich schon im Hinterkopf, da es für die Menschen in der Region eine immens große Bedeutung hat. Auch wir wollen das Derby unbedingt für uns entscheiden. Aber vorher müssen wir erst einmal in Hamburg antreten. Ich glaube, das wird ein ekelhaftes Spiel. Unser Gegner wird vermutlich seine letzte Chance im Abstiegskampf suchen und uns das Leben schwer machen. Auch da müssen wir wieder geduldig bleiben.

Ihr reist mit sechs Bundesliga-Siegen in Serie in den Norden. Das ist Vereinsrekord. Wie breit ist die Brust?
Das verleiht uns als Mannschaft natürlich zusätzliches Selbstvertrauen. Denn wenn du gewinnst, fällt dir Vieles leichter. Andersherum bedeutet das aber nicht, dass die Konzentration nachlässt. Ganz im Gegenteil: wir sind weiterhin hungrig und wollen die Serie nach Möglichkeit noch ausbauen.

Die Tabelle sieht gut aus. Als Tabellenzweiter habt ihr sehr gute Chancen, im kommenden Jahr wieder europäisch vertreten zu sein. Wie bewertest du die aktuelle Situation?
Wir wissen, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent Leistung bringen müssen und nicht nachlassen dürfen. Wer sich unser Restprogramm anschaut, sieht, dass da noch einige unangenehme Aufgaben warten. Wenn wir aber weiterhin so konzentriert zu Werke gehen, geduldig bleiben und unsere Chancen nutzen, bin ich guter Dinge, dass wir die Saison erfolgreich beenden.

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