Johannes Geis: Sind eine intakte Truppe

Blauer Himmel, angenehme Temperaturen, ein top gepflegter Trainingsplatz. „Die Bedingungen hier sind top“, freut sich Johannes Geis über die Gegebenheiten in Benidorm. „Wenn ich im Wetterbericht sehe, wie es aktuell in Deutschland aussieht, hat es uns schon gut getroffen.“

Optimale Voraussetzungen also, um den Grundstein für einen guten zweiten Saisonteil zu legen, den sich der Mittelfeldmann und seine Mitspieler fest vorgenommen haben. „Da wir noch in der Europa League und im DFB-Pokal vertreten sind, warten einige Englische Wochen auf uns“, blickt Geis in die nahe Zukunft und fügt hinzu, dass „wir in diesen Wettbewerben voll im Soll sind. Und mit PAOK Saloniki und dem SV Sandhausen haben wir auch zwei Gegner, die wir schlagen können.“ Er betont aber auch: „Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass wir diese Mannschaften unterschätzen. Das wäre fatal. In Saloniki wird es sicher unangenehm, und im Winter in Sandhausen zu spielen kann auch eklig werden.“

Mit der Ausbeute in der Bundesliga ist der 23-Jährige indes nicht zufrieden. „Mit fünf Niederlagen zum Auftakt haben wir uns schon eine gehörige Last auf die Schultern gelegt“, erklärt Geis. Der Start in den zweiten Saisonteil solle deshalb deutlich erfolgreicher gestaltet werden. „Wir starten mit zwei Heimspielen gegen Ingolstadt und Frankfurt. Und die wollen wir beide gewinnen!“ Schalkes Nummer 5 ist guter Dinge, dass dieser Wunsch auch in die Tat umgesetzt werden kann. „Wir müssen an die gute Phase aus dem Oktober und November anknüpfen. Dann wird uns das auch gelingen“, so Geis.

Dass nach dem verkorksten Start auch das Ende des Pflichtspieljahres 2016 nicht allzu erfolgreich verlief, ärgert den Mittelfeldspieler. „In dieser Phase kam vieles zusammen“, erinnert er sich. „Am Ende hatten wir nur noch eine halbe Abwehr und keinen Stürmer mehr. Und es sind mit Breel Embolo, Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo keine No-Names, die uns teilweise auch noch länger fehlen. Ich finde, wir haben unser Pech wirklich aufgebraucht. Wir müssen jetzt hart arbeiten und das Glück wieder auf unsere Seite ziehen.“ Trotz der vielen Ausfälle will Geis aber nicht jammern, denn „das bringt nichts. Nun bekommen andere Spieler ihre Chance. Wir sind eine intakte Truppe, die das auffangen kann und jedes Spiel von neuem mit hoher Motivation angeht. Ich habe für die verbleibenden 18 Spiele in der Bundesliga ein gutes Gefühl.“

Neben Platz elf in der aktuellen Tabelle wurmt ihn allerdings noch etwas: die Torausbeute nach ruhenden Bällen. „Im ersten Saisonteil war das zu wenig“, berichtet Geis selbstkritisch. Denn Königsblau erzielte lediglich einen einzigen Treffer nach einem Eckball. „Das nervt mich“, sagt der Standardspezialist. „Das müssen wir verbessern.“

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