Klaas-Jan Huntelaar: Den Verein gelebt und geliebt

Ein letztes Mal lief Klaas-Jan Huntelaar am Samstag (13.5.) für die Knappen in der VELTINS-Arena auf. Beinahe wäre dem Stürmer dabei sein 83. Bundesligator gelungen. Auf schalke04.de spricht der 33-Jährige über seinen emotionalen Abschied, seine Zeit im blau-weißen Trikot und die Fans, die ihm sehr viel bedeuten.

Klaas-Jan Huntelaar, bereits während des Spiels gegen den Hamburger SV wurden Sie von den Fans in der VELTINS-Arena gefeiert. Nach dem Anpfiff wurde es dann richtig laut. Wie haben Sie Ihr letztes Heimspiel im blau-weißen Trikot erlebt?

Der gesamte Tag war wie bereits die ganze Woche sehr emotional. Ich habe sieben Jahre auf Schalke gespielt, war Teil dieses Vereins, habe ihn gelebt und geliebt. Hier habe ich viele schöne Augenblicke erleben dürfen. All das habe ich bei meiner Ehrenrunde noch einmal Revue passieren lassen. Es war eine super Zeit, ein wichtiger Teil meines Lebens.

Klaas-Jan Huntelaar: Den Verein gelebt und geliebt

Ein letztes Mal lief Klaas-Jan Huntelaar am Samstag (13.5.) für die Knappen in der VELTINS-Arena auf. Beinahe wäre dem Stürmer dabei sein 83. Bundesligator gelungen. Auf schalke04.de spricht der 33-Jährige über seinen emotionalen Abschied, seine Zeit im blau-weißen Trikot und die Fans, die ihm sehr viel bedeuten.

Beinahe hätte es sogar mit einem Abschiedstreffer geklappt!

Das stimmt, ich hatte eine sehr gute Möglichkeit. Schade, dass mein Kopfball in der 33. Minute nicht reingegangen ist. Da war leider der Pfosten im Weg. Ein Sieg in meinem letzten Heimspiel wäre mir definitiv lieber gewesen. Ich ärgere mich, dass wir nicht gewonnen haben. Die Chancen waren da.

Dennoch stehen insgesamt 82 Bundesligatore in Ihrer Vita. Nur Klaus Fischer traf häufiger. Was bedeutet Ihnen das?

Es ist natürlich etwas Besonderes, überhaupt in einem Atemzug mit Klaus Fischer genannt zu werden. Ein Torjäger lebt von seinen Treffern, sie sind seine Aufgabe. Tore sind aber auch immer nur ein Produkt von mannschaftlicher Zusammenarbeit. Alleine kannst du keine Tore schießen.

Was war Ihr absolutes Highlight in den sieben Jahren auf Schalke?

Der DFB-Pokal-Sieg im Jahr 2011 (Huntelaar erzielte beim 5:0-Erfolg im Endspiel gegen den MSV Duisburg zwei Treffer, Anm. der Redaktion). Ich habe noch nie so viele Menschen so glücklich gesehen wie an dem Tag und den Tagen nach dem Triumph. Man konnte jedem einzelnen Gesicht ablesen, dass wir den Menschen etwas ganz Besonderes geschenkt hatten. Diese Emotionen waren einmalig für jeden von uns. Auch sonst hatte ich viele schöne Momente. Für all das bin ich sehr dankbar.

Sie zählen seit Jahren zu den Publikumslieblingen. Was bedeuten Ihnen die S04-Anhänger?

Sehr viel. Das Schöne ist, dass die Fans hier nah dran sind. Wir sehen täglich die Menschen, für die wir spielen und auf dem Platz alles geben. Zum Beispiel gibt es dieses ältere Paar, das quasi seit meinem ersten Tag bei fast jeder Einheit in Schalke-Sachen am Platz steht, oder eine Frau, die jeden Tag zuschaut, herzlich lacht, mich immer ganz genau anschaut, wenn ich vom Platz komme, aber nie ein Wort sagt. Die Fans leben ihren Verein – mit allem, was sie haben.

Nach sieben Jahren kennen Sie also jeden Schalke-Fan, der regelmäßig zum Training kommt?

Oh, da müsste ich noch einmal alle durchgehen. Sonst vergesse ich noch jemanden (lacht). Aber im Ernst, die meisten kenne ich bestimmt. Du baust eine andere Verbindung zu den Fans auf, wenn sie ein Gesicht haben, dir zwischendurch ein paar aufbauende Worte sagen, dich auch mal kritisieren, wenn du schlecht gespielt hast. Das ist ehrlich. Damit kann ich mich identifizieren, das passt zu mir.

Können Sie uns schon verraten, für welchen Verein Sie künftig auflaufen?

Noch habe ich keine Entscheidung gefällt. Das wird sich in den kommenden Wochen ergeben.

Werden wir Sie in Zukunft noch einmal wiedersehen?

Auf jeden Fall. Das wird spätestens in zehn Jahren der Fall sein, wenn mein Sohn für Schalke aufläuft (schmunzelt).

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