Luke Hemmerich: Ich lebe meinen Traum

Ein neues Gesicht im Kader ist Luke Hemmerich. Der ehrgeizige Allrounder hat vor wenigen Wochen den Sprung aus der Knappenschmiede in den Profibereich geschafft. Im Interview mit schalke04.de spricht der 19-Jährige über seinen ersten Monat als Lizenzspieler, seinen Treffer im Testspiel gegen Besiktas Istanbul, seinen ehemaligen Trainer Norbert Elgert und den aktuellen Coach Domenico Tedesco sowie seine Ziele für die kommenden Monate.

Luke Hemmerich

Luke Hemmerich, du hast in diesem Sommer den Sprung aus der U19 zu den Profis geschafft. Lebst du gerade deinen Traum?
Definitiv! Als ich als kleiner Junge mit dem Fußball spielen begonnen habe, war es immer mein Wunsch, später einmal für einen Bundesligisten zu spielen. Mir macht es momentan riesig Spaß, mit der Mannschaft trainieren zu dürfen und mich dem Trainerstab präsentieren zu können. Ich genieße wirklich jeden Moment.

Hast du in den vergangenen vier Wochen Feedback von Domenico Tedesco bekommen?
Kommunikation ist dem Trainer sehr wichtig. Das gefällt mir. Er spricht an, was gut läuft, aber auch, was ich noch verbessern muss. In den Trainingseinheiten ist er sehr kommunikativ und gibt uns als Team immer wieder Hilfestellungen. Zuletzt hat er mir mehrfach gesagt, dass er mit meinem Einsatz und meinen Auftritten zufrieden ist. Wenn man als Spieler solch eine Rückmeldung bekommt, ist das natürlich eine tolle Geschichte. Gerade nach meinem Tor gegen Besiktas Istanbul hat der Trainer mich sehr gelobt.

Ich habe positives Feedback vom Trainer bekommen. Das tat mir sehr gut.

Luke Hemmerich

Dein Treffer hatte es aber auch in sich. Du hast den Ball auf der rechten Bahn energisch nach vorne getrieben und dann trocken abgezogen. Was ging dir durch den Kopf, als das Ding im Netz zappelte?
Ich habe mich einfach riesig gefreut! Zumal es nicht irgendein Gegner war, sondern der amtierende türkische Meister.

Gab es nach dem Abpfiff Reaktionen von Mitspielern und Freunden?
Die Jungs haben ja schon auf dem Platz mit mir gejubelt. Das war ein sehr schönes Gefühl. Nach dem Spiel hatte ich dann einige Nachrichten mehr als sonst auf dem Smartphone. Meine Familie und auch viele Freunde haben mir geschrieben und gratuliert.
Was ist aus deiner Sicht der größte Unterschied zwischen Nachwuchs- und Profibereich?
Das Spiel ist insgesamt noch schneller als in der U19. Damit komme ich aber bislang ganz gut klar. Auch körperlich geht es mehr zur Sache als in der A-Jugend. Taktisch bin ich in der Knappenschmiede bereits sehr gut auf den Profibereich vorbereitet worden. Das hilft mir sehr.

In den vergangenen beiden Jahren hast du unter Norbert Elgert in der U19 gespielt …
… und dabei extrem viel gelernt. Er hat einen großen Anteil daran, dass wir heute dieses Interview führen und über meinen Sprung zu den Profis sprechen. Vor zwei Jahren hat sich dieser Weg noch nicht abgezeichnet. Ich habe mich wie viele andere Spieler auch unter Norbert Elgert super entwickelt und bin dafür sehr dankbar.

Du zählst zu den Spielern, die sowohl defensiv als auch offensiv gleich mehrere Rollen auf dem Feld übernehmen können. Auf welcher Position spielst du am liebsten?
Auf der Außenbahn. Dabei ist es nicht entscheidend, ob links oder rechts. Mir liegt beides. Aber wenn ich woanders aufgestellt werde, macht mir das auch nichts aus. Ich bin einfach froh, wenn ich spielen darf und der Mannschaft helfen kann.

Welche Ziele hast du dir für dein erstes Jahr bei den Profis gesteckt?
Es wäre großartig, wenn ich am Ende der Saison das eine oder andere Bundesligaspiel in meiner Vita hätte. Ich hoffe, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Ich werde auf jeden Fall jeden Tag hart dafür arbeiten

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Reinhold Ranftl

Reinhold Ranftl: Das hilft mir, das hilft Memo

Mit einem klugen Pass von der rechten Seite bereitete Reinhold Ranftl beim 5:2-Erfolg gegen den SV Sandhausen das schönste Tor des Tages, den Hackentreffer von Marius Bülter, vor. Im Interview mit schalke04.de spricht der Österreicher über seinen ersten Assist, das anstehende Duell mit dem FC St. Pauli, seinen Landsmann Guido Burgstaller und den Konkurrenzkampf mit Mehmet Can Aydin.

Edu

Das Spiel meines Lebens: Edú über die magische Nacht von Mailand

57 Pflichtspiele absolvierte Eduardo Goncalves de Oliveira, Fans besser bekannt als Edú, für den FC Schalke 04 – das denkwürdigste am 5. April 2011 in Mailand. Beim 5:2-Erfolg gegen Champions-League-Titelverteidiger Inter knipste der Brasilianer, der am Dienstag (30.11.) seinen 40. Geburtstag feiert, doppelt. In der Interview-Reihe „Das Spiel meines Lebens“ blickt schalke04.de zusammen mit ehemaligen Schalkern auf legendäre Auftritte im königsblauen Trikot zurück.

Marvin Pieringer

Marvin Pieringer: Wir treten uns nicht gegenseitig auf die Füße

Im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 erzielte Marvin Pieringer zuletzt sein erstes Pflichtspieltor im blau-weißen Trikot. Nach dem Geschmack des Angreifers sollen in den kommenden Wochen weitere Treffer folgen – die dann auch für einen Sieg sorgen. Im Interview mit schalke04.de spricht der 22-Jährige über die ersten Monate bei den Königsblauen, Besuche der Familie, die Atmosphäre in der VELTINS-Arena, sein Premierentor, wichtige Einsatzminuten in der U23 und das anstehende Duell mit Werder Bremen.

Rouven Schröder

Rouven Schröder im Kreisel-Interview: Ich brauche dieses Feuer

Nach dem harten Aufprall in der Zweiten Liga stand Rouven Schröder im Juni gleich zum Auftakt seiner königsblauen Karriere vor einem Scherbenhaufen. Im ausführlichen Interview mit dem Schalker Kreisel erklärt der 46-jährige Sportdirektor, warum er die Aufräumarbeiten nicht gescheut hat, welche Arbeitsphilosophie er bevorzugt und was ihn generell antreibt im Leben.