Mark Uth: Passt sehr gut zu meiner Art, Fußball zu spielen

Sein erstes Jahr im königsblauen Trikot dürfte sich Mark Uth gänzlich anders vorgestellt haben. Mehr als ein Dutzend Partien fehlte der Stürmer in der Vorsaison verletzungsbedingt, aktuell arbeitet der 27-Jährige größtenteils in individuellen Einheiten am Comeback. Im Interview mit schalke04.de spricht Uth über seine Zeit in der Reha, seine Eindrücke vom neuen Trainerteam und seine Ziele für die neue Saison.

Mark Uth

Mark, zunächst der Blick zurück: Wie war deine Sommerpause?
Ich war mit sehr guten Freunden für zwei Wochen auf Bali. Es war sehr schön und erholsam. Wir haben viel gemeinsam unternommen.

Man hat über deine Social-Media-Kanäle gesehen, dass du frühzeitig aus dem Urlaub zurück warst und dich hier vorbereitet hast …
Das stimmt. Zwei, drei Wochen bevor meine Mannschaftskollegen zurückgekommen sind, habe ich wieder angefangen zu trainieren. Ich konnte zwei Monate lang kaum etwas machen, daher war es wichtig, dass ich frühzeitig wieder einsteige.

Du hast auch im Kurztrainingslager in Herzlake größtenteils individuell trainiert, bei manchen Übungen aber auch mit der Mannschaft. Wie gut tut das, wieder so nah am Team zu sein?
Ich wünsche mir, dass ich noch mehr machen kann. Aber ich soll langsam wieder einsteigen und die Belastung peu à peu steigern. Es fühlt sich gut an und macht Spaß. Nach mehr als drei Monaten wird’s aber auch langsam Zeit.

Mark Uth

Mit Alessandro Schöpf und Daniel Caligiuri befinden sich weitere Spieler seit längerer Zeit im Aufbautraining. Wie sehr motiviert ihr euch gegenseitig, schnell wieder fit zu werden?
Wir verstehen uns sehr gut und pushen uns gegenseitig. Allein wäre es sicherlich schwerer. Es passt sehr gut in dieser Konstellation.

Der Plan ist, dass du Ende Juli wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigst. Sind Pokal- bzw. Bundesliga-Auftakt ein realistisches Ziel?
Es ist schwer zu sagen. Mein Fitnesszustand ist ganz okay, aber da geht natürlich noch mehr. Ich versuche, in den nächsten Wochen wieder einzusteigen, einen festen Termin haben wir uns da aber nicht gesetzt. Danach brauche ich noch ein wenig Zeit. Mein Ziel ist es, das erste Pokalspiel zu bestreiten, aber wir müssen abwarten.

Mein Ziel ist es, das erste Pokalspiel zu bestreiten, aber wir müssen abwarten.

Mark Uth

Die vergangene Saison verlief auch für dich persönlich – mit Ausnahme deines Nationalelfdebüts – nicht so wie gewünscht. Welche Ziele setzt du dir für die neue Spielzeit?
Wichtig ist, dass ich erst einmal wieder fit werde, gemeinsam mit der Mannschaft trainiere und kontinuierlich Gas geben kann. Wir haben viele geile Spiele vor uns, insbesondere direkt am Anfang. Ich freue mich darauf, bald wieder in der Arena zu sein und für unsere Farben kämpfen zu können.

Welche positiven Dinge ziehst du für dich aus der enttäuschenden Vorsaison?
Die Saison war nicht gut von uns als Team, aber auch nicht gut von mir. Das einzig Gute ist, dass es in dieser Spielzeit nur besser werden kann. Das vergangene Jahr müssen wir abhaken und nach vorne schauen.

Was macht Mut, dass es für das gesamte Team in der neuen Saison aufwärts geht?
Wir spielen einen ganz anderen Fußball mit sehr hohem Pressing und mehr Offensivaktionen – und wir wollen alles spielerisch lösen. Ich glaube, dass das sehr gut zu meiner Art, Fußball zu spielen, passen kann, aber auch zur Art und Weise des gesamten Teams. Wenn das so aufgeht wie im Training, dann wird es eine gute Saison.

Mark Uth

Welche Eindrücke hast du bislang vom neuen Trainerteam sammeln können?
Sehr positive. Alles hat Hand und Fuß, die Trainer wissen genau, an welchen Stellen sie arbeiten müssen. In kleinen Videosegmenten wird uns genau erklärt, woran es hapert – auch in den Testspielen. Das ist sehr gut. Jeder im Team weiß, was er zu tun hat und dass er Vollgas geben muss. Jetzt geht auch der Konkurrenzkampf wieder los, was eine Mannschaft sehr belebt.

Jeder im Team weiß, was er zu tun hat und dass er Vollgas geben muss. Jetzt geht auch der Konkurrenzkampf wieder los, was eine Mannschaft sehr belebt.

Mark Uth

Das Team rund ums Team wurde bewusst aufgestockt. Inwiefern profitiert ihr bereits davon?
Es ist alles professioneller. Schalke will sich breiter aufstellen und das ist meiner Ansicht nach in einem Spitzenverein auch wichtig. Wir Spieler haben den Anspruch, in verschiedene Themenfelder wie beispielsweise Ernährung oder Psychologie einbezogen zu werden. Genau dafür haben wir neue Leute hinzugewonnen und das kann im Verlauf der Saison, gerade zum Ende hin, noch wichtig werden.

David Wagner hatte zuletzt das Ärzte- und Physioteam für ihren immensen Einsatz und ihre gute Arbeit gelobt. Wie sind deine Erfahrungen in der Reha?
Für mich sind diese Personen als Reha-Patient natürlich ganz wichtig, denn die Jungs machen sehr viel mit mir. Ich freue mich sehr darüber, weil sie sehr akribisch und professionell arbeiten. Ich bin dankbar, dass man mir, auch im Athletikbereich, so weiterhilft. Insbesondere die Physios, die für unser Team sehr wichtig sind, machen einen hervorragenden Job. Wir Spieler können uns diesbezüglich sehr glücklich schätzen.

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