Max Meyer: Das Ziel ist eine Medaille

In wenigen Tagen beginnt für Max Meyer das Abenteuer Olympia. Auf schalke04.de spricht der Mittelfeldspieler über das Fußball-Turnier in Brasilien, die anderen Sportarten, seine Ziele und die Kommunikation mit dem Verein bezüglich seiner Freigabe.

Max Meyer, Leon Goretzka und Sie nehmen mit der deutschen Auswahl an den Olympischen Spielen in Rio teil. Wie sehen die kommenden Tage für Ihr Team aus?

Wir treffen uns zunächst in Frankfurt. Am 30. Juli hebt dann der Flieger Richtung Brasilien ab. Es kribbelt bereits, die Vorfreude ist riesengroß.

Sie wohnen allerdings nicht im olympischen Dorf, da die ersten Spiele in Salvador stattfinden …

Das stimmt. Im olympischen Dorf können wir erst einziehen, wenn wir das Halbfinale erreichen sollten. Ich denke, das ist noch einmal ein zusätzlicher Ansporn, um im Turnier möglichst weit zu kommen. Ich würde den Aufenthalt im olympischen Dorf gerne erleben, um viele Sportlerinnen und Sportler aus anderen Disziplinen zu treffen.

In Brasilien herrschen hochsommerliche Temperaturen. Sind Sie auf das Klima eingestellt?

Damit müssen wir klarkommen. Zuletzt, als wir mit Schalke in China waren, war es auch sehr, sehr warm. Auch nachts. Mein Zimmernachbar Leon Goretzka wird vermutlich auf dem Zimmer wieder rund um die Uhr die Klimaanlage laufen lassen.

Ich bin froh, dass der Verein mir keine Steine in den Weg gelegt hat.

Auf was freuen Sie sich am meisten?

Zunächst einmal auf unsere Spiele. Aber natürlich interessiere ich mich auch für die anderen Disziplinen. Die Sprinter, die Schwimmer … Ich werde so viel schauen, wie es geht.

Mit welchem Ziel treten Sie bei Olympia an?

Wir reisen nach Rio, um eine Medaille zu holen. Zuletzt war eine deutsche Mannschaft 1988 dabei. Das ist schon sehr lange her. Ich denke deshalb, dass das Interesse der Menschen in Deutschland sehr groß sein wird.

Der S04 lässt Sie am Turnier teilnehmen, obwohl derzeit ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf die neue Saison stattfindet. Und wenn Sie das Endspiel bei Olympia erreichen, verpassen Sie die erste Runde im DFB-Pokal. Wie lief die Kommunikation mit dem Verein bezüglich der Freistellung ab?

Ich bin froh, dass der Verein mir keine Steine in den Weg gelegt hat. Die Verantwortlichen auf Schalke haben mir von Anfang an gesagt, dass es meine Entscheidung ist, ob ich an den Olympischen Spielen teilnehme. Ich habe dann offen kommuniziert, dass es mein Wunsch ist, an diesem einmaligen Erlebnis mitzuwirken. Deshalb bin ich sehr glücklich und dem FC Schalke 04 dankbar. Da ich in Brasilien keinen Urlaub mache, sondern Fußball spiele, werde ich auch fit nach Gelsenkirchen zurückkommen und im Saft sein.

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