Michael Gregoritsch: Fühlt sich an, als ob ich schon drei Jahre hier wäre

Mit Michael Gregoritsch ist für die Rückserie ein Neuzugang an Bord. Auf schalke04.de spricht der österreichische Nationalspieler über seine ersten Tage im neuen Verein, bekannte Gesichter, seine Ziele und die Generalprobe bei seinem Ex-Club.

Michael, deine erste Woche im neuen Verein liegt hinter dir. Wie bist du aufgenommen worden?
Hervorragend. Wenn ich mir die ersten Tage hätte vorab wünschen können, wären sie exakt so gewesen. Es ist immer gut, in einem Trainingslager zur Mannschaft zu stoßen. Dann lernt man sich direkt besser kennen, da man nicht nach den Einheiten wieder nach Hause fährt. Ich habe sofort gespürt, dass sich die Mannschaft sehr gut untereinander versteht. Das hatte ich vorher schon gehört, nun durfte ich es selbst erleben. Nach einer Woche fühlt es sich fast so an, als ob ich schon drei Jahre hier wäre.

Einige Gesichter waren für dich nicht neu.
Das stimmt. Nahezu alle Spieler kennt man natürlich, weil man schon häufiger gegeneinander gespielt hat. Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller sind alte Bekannte aus der österreichischen Nationalmannschaft. Wir verstehen uns sehr gut, Burgi ist tatsächlich ein richtig guter Freund von mir. Die beiden Co-Trainer Frank Fröhling und Matthias Kreutzer waren mir aus meiner Zeit beim Hamburger SV bekannt, außerdem kannte ich Athletik-Trainer Klaus Luisser über meinen Vater.

Wie hat Jochen Schneider dich überzeugt, vom FC Augsburg zum FC Schalke 04 zu wechseln?
Er hat mir aufgezeigt, wie meine Rolle aussehen soll und dass der Mannschaft ein Spielertyp wie ich noch fehlt. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren insgesamt sehr angenehm. Mir wurde versichert, dass der Verein mich unbedingt verpflichten möchte. Als der Anruf von Schalke kam, musste ich tatsächlich keine einzige Sekunde nachdenken.

Hast du dich vor deinem Wechsel bei Burgi informiert, wie es auf Schalke so ist?
Wir hatten immer mal wieder Kontakt. Auch bevor ein Wechsel im Raum stand. Er hat stets nur Gutes berichtet.

Als der Anruf von Schalke kam, musste ich keine einzige Sekunde nachdenken.

Michael Gregoritsch

Du bist für die Rückrunde ausgeliehen worden, eine anschließende Kaufoption gibt es nicht. Was bedeutet das für dich?
Das ist Zukunftsmusik. Fakt ist aber, dass dir als Fußballer eine vorab vereinbarte Kaufoption des Vereins auch nichts bringt, wenn du sch… spielst. Ich werde im kommenden halben Jahr alles in die Waagschale werfen, um der Mannschaft zu helfen, damit sie ihre Ziele erreicht. Was dann kommt, wird man sehen. Nach den ersten Tagen auf Schalke kann ich sagen, dass ich mich sehr wohl fühle.

Gegen die VV St. Truiden hast du deine ersten 45 Minuten im S04-Trikot bestritten. Wie zufrieden warst du mit deinem Auftritt?
Ich denke, es war ganz in Ordnung. Die eine oder andere Offensivaktion hatte ich bereits. Aber natürlich geht es noch viel, viel besser. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel nach dem Pausenrückstand in der zweiten Halbzeit noch drehen. Das ist uns leider nicht gelungen.

Dir wäre mit einem Freistoß fast der Ausgleich gelungen. Wirst du auch in der Liga die Bälle treten, wenn die Position für einen Linksfuß aussichtsreich ist?
Das kann ich noch nicht sagen, ausschließen will ich es nicht. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann gerne.

Die Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt steigt am Freitag bei einem deiner Ex-Vereine. Wird das Duell mit dem Hamburger SV ein besonderes für dich?
Ich hatte dort eine super Zeit und kenne noch einige Spieler. Deshalb freue ich mich auf das Wiedersehen. Den Weg der Hamburger verfolge ich noch immer und drücke die Daumen, dass es mit dem Aufstieg klappt.

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