Nabil Bentaleb: Anders starten als im Vorjahr

Sein erstes Jahr in Königsblau verlief für ihn persönlich zufriedenstellend. Mit der Mannschaft möchte Nabil Bentaleb in seiner zweiten Saison aber deutlich besser abschneiden. Auf schalke04.de spricht der Algerier über den erfolgreichen Pflichtspielauftakt, die Arbeit mit dem neuen Trainer und die Rückkehr in die VELTINS-Arena.

Nabil Bentaleb, vor etwa einem Jahr hast du dein Debüt für die Königsblauen gegeben. Wie fällt bis hierher das Fazit über deine Zeit auf Schalke aus?
Für mich persönlich sehr positiv. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir in der vergangenen Saison besser abgeschnitten hätten. Wir hatten ein paar gute, aber leider auch einige schlechte Phasen. Jetzt beginnt jedoch eine neue Spielzeit und wir freuen uns, dass es endlich losgeht.

Das erste Pflichtspiel liegt bereits hinter uns. Wie zufrieden warst du mit dem Pokalauftritt beim BFC Dynamo?
Es war ein schwieriges Spiel. Darauf hatten wir uns auch eingestellt. Spiele in der ersten Pokalrunde sind nie einfach. Der Gegner kämpft und wird von seinen Fans dabei leidenschaftlich unterstützt. Wir hatten zwar unsere Chancen, konnten diese zunächst allerdings nicht nutzen. Das hat die Partie für uns umso schwieriger gemacht. Aber wir sind geduldig geblieben und haben uns mit dem Weiterkommen letztlich belohnt.

Domenico Tedesco hat der Mannschaft ein neues System eingeimpft. Welche Funktion wirst du darin einnehmen?
Das werden wir sehen. Ich hoffe, dass ich eine wichtige Rolle in den Planungen des Trainers spielen kann. Ich versuche mich bestmöglich einzubringen und der Mannschaft damit zu helfen. Aber du weißt nie, wen der Trainer aufstellt. Wir haben viel Qualität im Kader. Es ist gut, auf allen Positionen Konkurrenzkampf zu haben. Niemand darf im Training mit Blick auf das nächste Spiel Energie sparen. Wer nicht täglich 100 Prozent gibt, verliert seinen Platz in der ersten Elf. Durch diese Situation werden Spieler besser.

Um das neue System gut zu verinnerlichen, ist die Kommunikation mit dem Trainer sehr wichtig. In welcher Sprache unterhältst du dich mit Domenico Tedesco?
Er spricht zu mir in Französisch und ich antworte auf Englisch. Wir gehen also einen Kompromiss ein (lacht). Das wirkt von außen betrachtet wahrscheinlich ein wenig chaotisch, aber wir verstehen uns sehr gut. Es ist ein großer Vorteil, einen Trainer zu haben, der mehrere Sprachen beherrscht. Dadurch kann er seine Vorgaben für jeden klar verständlich formulieren. Zudem spricht er mit jedem einzeln, um seine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Am Samstag starten wir in die Bundesligasaison mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig. Was denkst du über den Gegner?
Wir haben in der vergangenen Saison gesehen, dass Leipzig guten Fußball spielen kann. Es wird also ein schwieriges Spiel. Aber ich freue mich sehr auf den Auftakt gegen einen starken Gegner. Das ist gleich ein richtig guter Test für uns. Wir möchten ganz anders in die Saison starten als im Vorjahr. Dafür haben wir in der Vorbereitung hart gearbeitet.

Das Duell mit Leipzig wird das erste Spiel vor unseren Fans in der VELTINS-Arena seit langer Zeit …
… und darauf freue ich mich sehr. Es fühlt sich so an, als hätten wir ein ganzes Jahr lang nicht mehr in der Arena gespielt. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, regelmäßig vor so einer einzigartigen Kulisse spielen zu dürfen. Viele Spieler, die mit anderen Vereinen hier antreten, sind beeindruckt, weil sie solch eine Stimmung nicht kennen. Ich wünsche mir, dass wir unseren Fans wesentlich mehr Spaß bereiten können als im vergangenen Jahr.

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