Naldo: Keine Belastung, sondern eine Belohnung

Während des Trainingslagers in Mittersill hat Domenico Tedesco den Brasilianer Naldo zum Vize-Kapitän ernannt. Auf schalke04.de spricht der Verteidiger über diese große Ehre in einem, so seine Worte, überragenden Team. Zudem erklärt er, was im Vorjahr das große Plus der Königsblauen war und weshalb er es falsch findet, über eine Dreifachbelastung zu sprechen.

Naldo, Vizemeister und fast der Einzug ins Endspiel des DFB-Pokals. Viel besser hätte die Saison 2017/2018 für euch nicht laufen können. Was war aus deiner Sicht die größte Stärke eurer Mannschaft im Vorjahr?
Wir halten als Mannschaft zusammen. Die Stimmung untereinander ist Wahnsinn. Wir helfen uns einander, jeder hat nicht immer nur sein persönliches Wohl, sondern auch das Wohl seiner Mitspieler im Blick. Ich genieße es jeden einzelnen Tag, ein Teil dieses Teams zu sein.

Du warst in der vergangenen Saison einer der Führungsspieler auf dem Platz. Deshalb war es keine Überraschung, dass Domenico Tedesco dich im Trainingslager in Mittersill zum zweiten Kapitän hinter Ralf Fährmann ernannt hat.
Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft. Es ist eine Ehre! Aber ich habe schon direkt nach der Bekanntgabe meines neuen Amtes gesagt, dass wir alle Kapitäne sind. Jeder Einzelne soll und muss Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen.

Mit Salif Sané hast du einen neuen Nebenmann, der ebenso wie du groß gewachsen ist. Viele Experten meinen, dass eure Gegner es gar nicht erst mit einer Flanke versuchen müssen?
Das habe ich zuletzt häufiger gehört (lacht). Salif ist ein sehr guter Typ – sportlich und auch menschlich. Hinter ihm liegt eine überragende Saison mit Hannover 96. Seine Werte waren ausgezeichnet. Ich wünsche ihm, dass er daran anknüpft. Ich bin überzeugt davon, dass wir auf Schalke noch viel Spaß mit Salif bekommen werden und er eine große Verstärkung für unsere Mannschaft ist.

Wir sind alle Kapitäne. Jeder Einzelne soll und muss Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen.

Naldo

Neben Salif Sané gibt es mit Omar Mascarell, Suat Serdar, Steven Skrzybski und Mark Uth noch vier weitere neue Gesichter im Team. Wie ist dein Eindruck von den Jungs?
Sehr gut. Wir haben die Neuzugänge als Mannschaft super aufgenommen, andersherum haben sie sich auch selbst super integriert. In unserem Team ist das aber auch nicht schwer, da wir eine gute Gemeinschaft sind.

Der Zusammenhalt ist auch während der Trainingseinheiten auf dem Platz zu sehen. Liegt ihr bei eurer Vorbereitung gut im Zeitplan?
Wir sind schon weit. In den vergangenen Wochen haben wir hart und sehr konzentriert gearbeitet. Jeder, der unser Training beobachtet hat, wird das bestätigen können. Den letzten Schliff vor dem Pflichtspielauftakt werden wir uns noch holen. Eine gute Gelegenheit ist dafür das Testspiel gegen Florenz in der VELTINS-Arena. Nach fast drei Monaten ohne Spiel in unserem eigenen Stadion bin ich schon richtig heiß auf diese Partie.

Neben der Bundesliga und dem DFB-Pokal startet ihr außerdem in der Champions League. Was verändert sich dadurch für euch?
Ich habe zuletzt immer wieder gelesen, dass auf uns eine Dreifachbelastung wartet. Das sehe ich allerdings ein bisschen anders. Die Champions League ist für uns ein Bonus, eine Belohnung. Natürlich haben wir mehr Spiele als im Vorjahr, trotzdem bin ich überzeugt davon, dass wir alle drei oder vier Tage eine gute Leistung bringen werden. Unser Trainer wird in den Einheiten die richtige Dosierung finden und uns optimal vorbereiten. Es wird gerade nach den Auswärtsspielen in der Champions League darauf ankommen, dass wir uns schnell regenerieren. Zudem haben wir einen großen Kader mit viel Qualität. Sollten wir tatsächlich einmal eine schwächere Phase haben, werden wir die Englischen Wochen nicht als Alibi nehmen.

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