Naldo nach bitterem 1:2: Das wirft uns nicht um!

Mit einer Quote von 88 Prozent war Naldo beim Heimspiel gegen Werder Bremen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz. Das Wiedersehen mit seinem Ex-Club hat sich der Abwehrmann dennoch anders vorgestellt. Auf schalke04.de spricht der 35-Jährige über die Partie gegen die Norddeutschen.

Naldo, das Wiedersehen mi deinem Ex-Club im Hinspiel war schöner als am Samstag, oder?
Ja klar! Das war eine sehr bittere Niederlage. Wir hatten Werder eigentlich komplett unter Kontrolle, haben das Spiel dann aber aus der Hand gegeben. Wir müssen in Zukunft abgezockter mit unseren Chancen umgehen. Über dieses Problem haben wir schon nach dem Heimspiel gegen Hannover gesprochen. Dieses Mal hatten wir wieder viele Situationen, die wir nicht clever genug ausgespielt haben. Mit dem 2:0 wäre das Spiel ganz bestimmt entschieden gewesen.

Musstest du als ältester Spieler Aufbauarbeit bei Ralf Fährmann leisten?
Das Tor zum 1:1 ist überhaupt kein Thema bei uns. Ralle spielt eine überragende Saison. Da macht ihm keiner von uns einen Vorwurf. Wir haben nicht wegen dieser Situation verloren, sondern weil wir nach dem 1:0 nicht konzentriert genug waren.

Auch mit einem Mann weniger waren noch Möglichkeiten zum 2:1 da …
Nach dem 1:1 wollten wir unbedingt das zweite Tor erzielen. So haben wir aber mit einem Mann weniger unsere Defensive vernachlässigt. Wenn wir kompakt geblieben wären, hätten wir sicher einen Punkt mitgenommen. Aber es ist passiert, Mittwoch geht es wieder weiter. Wir müssen uns jetzt voll auf das Pokalspiel gegen Wolfsburg konzentrieren und dann unsere Chancen besser nutzen.

Wie bewertest du die Niederlage mit Blick auf die Tabelle?
Das 1:2 wird uns nicht umwerfen. Die Tabelle ist weiterhin sehr eng. Leverkusen konnte beispielsweise auch nicht gewinnen. Wir haben uns das Spiel natürlich anders vorgestellt, vor allem nach der 1:0-Führung. Niederlagen, auch solch bittere Niederlagen, gehören dazu. Daraus müssen wir lernen und in Zukunft einen noch größeren Willen zeigen.

Kann diese Partie dennoch Auswirkungen auf die anstehenden Aufgaben haben?
Nein, das glaube ich nicht. Wir müssen das Spiel schnell abhaken. Wir konzentrieren uns ab jetzt voll auf das Duell mit den Wolfsburgern, weil wir im Pokal unbedingt ins Halbfinale wollen. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber ich bin guter Dinge, dass mit unseren Fans im Rücken gewinnen werden.

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