Omar Mascarell: Habe sofort gespürt, dass es passt!

Die neue Nummer 6 der Königsblauen heißt Omar Mascarell. Der defensive Mittelfeldmann wechselt von Eintracht Frankfurt ins Revier und weiß bereits, dass man sich bei den Knappen mit ‚Glück auf‘ begrüßt. Auf schalke04.de spricht der 25-Jährige über seine Vorfreude auf die neue Aufgabe, seine Ziele und sein bisher schönstes Erlebnis als Fußballer, das er gerne wiederholen möchte.

Omar, herzlich willkommen beim geilsten Club der Welt! Du hast in den vergangenen beiden Spielzeiten das Trikot von Eintracht Frankfurt getragen und kennst demnach die Bundesliga. Wie sieht es mit deinen Deutsch-Kenntnissen aus?
Glück auf! Das sagt man hier doch, oder? (schmunzelt) Ich spreche und verstehe einiges. Ich denke, dass die Kommunikation mit dem Trainer und meinen Mitspielern kein Problem sein wird.

Du hast vor deiner Unterschrift ein ausführliches Gespräch mit Domenico Tedesco geführt.
Es war eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich habe sofort gespürt, dass es passt, dass der Trainer auf mich setzt und meine Qualitäten schätzt. Ich bin sehr glücklich, dass wir in Zukunft miteinander arbeiten werden.

Auch einige andere Vereine sollen an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein. Warum hast du dich für Königsblau entschieden?
Es gab tatsächlich einige Anfragen, gerade zuletzt war viel Bewegung in der Sache. Aber als ich von meinem Manager gehört habe, dass ein Angebot von Schalke 04 vorliegt, habe ich nicht mehr lange nachgedacht. Ich bin sehr froh darüber, zu einem so großen Verein zu kommen: Die Bedeutung dieses Clubs, die Fans, die Möglichkeit, in diesem Stadion zu spielen. Ich bin absolut glücklich, hier zu sein. Genau das habe ich mir gewünscht.

Ich bin absolut glücklich, hier zu sein. Genau das habe ich mir gewünscht.

Omar Mascarell

Es heißt, du hast dich vor deinem Wechsel mit Raul, der ebenso wie du bei Real Madrid gespielt hast, ausgetauscht.
Von den Gerüchten habe ich auch gehört (lacht). Aber nein, das war nicht der Fall. Ich kenne Raul, aber wir hatten keinen Kontakt. Das war auch gar nicht notwendig. Ich wusste ganz genau, wohin ich gehe. Was hinter diesem Verein steckt und welche Ziele er verfolgt.

Vor deiner Zeit in Frankfurt warst du häufig als Leihspieler von Real Madrid unterwegs. Freust du dich, dass du auf Schalke jetzt einen Vierjahresvertrag erhalten hast und langfristiger planen kannst?
Ich war in England, dann wieder in Spanien, dann in Frankfurt. Das, was jetzt kommt, macht mich sehr glücklich. Und es kommt zum richtigen Zeitpunkt: Ich bin 25 Jahre alt und fühle mich reif genug für diese neue Herausforderung. Der Vertrag gibt mir Stabilität.

Welche Ziele hast du dir persönlich und mit deiner neuen Mannschaft gesteckt?
Ich möchte weiter wachsen, sowohl sportlich als auch menschlich. Das ist mir in der Zeit in Frankfurt bereits gut gelungen. Schalke ist verdient Vizemeister geworden. An diese Leistungen möchte ich anknüpfen und auch in der Champions League eine gute Rolle spielen. Ich freue mich jetzt schon auf die europäischen Nächte in der VELTINS-Arena.

Hinzu kommt ein weiterer Wettbewerb, den du bestens kennst: der DFB-Pokal!
Der Pokalsieg war das bislang schönste Erlebnis meiner Karriere, zumal im Vorfeld kaum jemand damit gerechnet hat, dass wir Bayern München im Endspiel bezwingen. Am liebsten würde ich so eine Erfahrung jedes Jahr machen. Natürlich wäre es wunderbar, auch mit Schalke den Pott zu holen.

Auf welcher Position spielst du am liebsten?
Auf der Sechs fühle ich mich am wohlsten. Diese Rolle habe ich in meiner bisherigen Laufbahn am häufigsten gespielt. Wenn der Trainer entscheiden sollte, dass ich auf der Acht spiele, ist das aber auch überhaupt kein Problem.

Schalke ist verdient Vizemeister geworden. An diese Leistungen möchte ich anknüpfen und auch in der Champions League eine gute Rolle spielen.

Omar Mascarell

Du hast gerade gegen Ende der vergangenen Saison sehr starke Leistungen gezeigt, nachdem du zuvor einige Zeit pausieren musstest. Wie fühlst du dich aktuell?
Ich hatte Probleme an der Achillessehne. Deswegen konnte ich sieben Monate nicht spielen. Das war eine sehr harte Zeit für mich. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass es einfach nicht besser wird. Zum Glück ist die Operation wunderbar verlaufen. Und die Reha auch. Ich habe überhaupt keine Probleme mehr, fühle mich fit und bin bereit, 100 Prozent zu geben.

Musstest du zuvor schon einmal so lange aussetzen?
Nein, es war die erste schwere Verletzung in meiner Karriere. Und ich hoffe, auch die letzte. Davor war ich maximal einen Monat lang außer Gefecht.

Verfolgst du die Weltmeisterschaft in Russland?
Na klar! Von Spanien habe ich bislang noch kein Spiel verpasst. Ich bin zuversichtlich, dass sie das Turnier tatsächlich gewinnen können. Auch wenn die Mannschaft bislang nicht alle Spiele für sich entschieden hat. Aber die wichtigen Duelle kommen ja erst noch …

Hast du das Ziel, eines Tages selbst für die spanische Nationalelf aufzulaufen?
Natürlich mache ich mir Hoffnungen. Ich bin aber jung und habe noch Zeit. In der Jugend habe ich bereits für die U19- und die U20-Auswahl gespielt. Wenn ich gute Leistungen auf Schalke zeige, wird das sicherlich nicht von Nachteil für meinen Traum sein.

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