Ralf Fährmann: Müssen immer ans Maximum gehen

Zweiter Sieg im zweiten Spiel in der Europa League, der erste Erfolg in der Bundesliga und gleichzeitig kein Gegentor: Hinter Ralf Fährmann liegt nach einer längeren Durststrecke eine erfolgreiche Englische Woche. Auf schalke04.de spricht der Torwart über seine Erleichterung, die Herangehensweise an die kommenden Aufgaben und ein bevorstehendes Jubiläum.

Ralf Fährmann, gegen Borussia Mönchengladbach sind Sie erstmals in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor geblieben. Wie fühlt sich das an?

Jeder Torwart greift ungerne hinter sich, deswegen war das Gefühl umso schöner. Ich genieße den Moment. Wir wissen, dass wir gut gearbeitet haben, das gibt auch Sicherheit für die kommenden Spiele.

Zweifelt man als Torhüter nach so einer Zeit auch mal an sich selbst?

Nein, denn ich habe hier auf Schalke schon alles erlebt. Den schlechtesten Saisonstart, den besten Saisonstart und die beste Rückrunde. Ich bin also in den Statistiken und Vereinsbüchern zahlreich vertreten (lacht).

Die Null hinten stand und vorne durfte endlich auch Breel Embolo jubeln. Wie wichtig waren die Treffer für ihn persönlich?

Mich hat es sehr für ihn gefreut, er musste zuletzt viel Kritik einstecken. Das ist gerade in so jungen Jahren enorm, was auf einen einprasselt. Breels zweites Tor war sinnbildlich, da hat er sich durchgesetzt wie ein afrikanischer Büffel (lacht). Aber so ist er auch im Training, er geht immer bis an die Schmerzgrenze und hat sich nun belohnt.

Ich habe auf Schalke schon alles erlebt. Den schlechtesten Start, den besten Start und die beste Rückrunde.

Ist nach dem ersten Saisonsieg in der Bundesliga nun der Knoten geplatzt?

Neben den zwei Erfolgen in der Europa League war das jetzt ein Spiel, das richtig gut getan hat. Aber es ist auch nicht mehr und nicht weniger, das muss uns allen bewusst sein. Wie haben in der Vergangenheit gesehen, dass Nachlässigkeit sofort bestraft wird, dafür ist die Liga zu gut. Es ist egal, gegen wen wir spielen – wir müssen immer an unser Maximum gehen.

Die kommende Partie in Augsburg wird Ihr 100. Bundesligaspiel im Trikot des FC Schalke 04 sein. Für Sie eine besondere Begegnung?

Nein, ich bereite mich auf Augsburg ganz normal vor wie auch auf jeden anderen Gegner. Außerdem habe ich ja auch vor, dass es nicht nur bei 100 Spielen bleibt …

1

Ralf Fährmann

Position Torhüter
Geburtsdatum 27.09.1988
Größe 1.97 m
Gewicht 98 kg
Auf Schalke seit 01.07.2011
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Martin Max

Martin Max: Schalke gewinnt, aber Philipp trifft!

Wenn der FC Schalke 04 gegen den FC Augsburg spielt, schlagen stets zwei Herzen in der Brust von Martin Max. Der Grund: Bei den Fuggerstädtern spielt mit Philipp der Sohn des Eurofighters. Im Interview mit schalke04.de spricht der zweimalige Bundesliga-Torschützenkönig über das Duell am Sonntag (24.5.) in der VELTINS-Arena. Weitere Themen des Gesprächs: der Jahrestag des UEFA-Cup-Triumphs, die Situation in der Knappenschmiede und seine aktuellen sportlichen Aktivitäten.

Rabbi Matondo

Rabbi Matondo: Versuche immer, positive Energie auszustrahlen

Es sind ungewohnte Zeiten, aber auch in diesen versucht Rabbi Matondo, seinen Humor nicht zu verlieren. Im Interview mit schalke04.de verrät 19-Jährige, was er aktuell am meisten vermisst, welche Mannschaftskollegen ihn zum Lachen bringen und welche Ziele er für die am Wochenende wiederbeginnende Saison verfolgt.

Ehrenrunde von Dario Rodriguez

Was macht eigentlich … Dario Rodriguez?

Zwischen 2002 und 2008 war Dario Rodriguez einer der großen Publikumslieblinge auf Schalke. Noch heute denkt der Uruguayer gerne an seine Zeit im königsblauen Trikot zurück. Im Interview mit schalke04.de spricht der 45-Jährige über die große Zuneigung der Fans, seine schönsten Erinnerungen und weiterhin bestehende Kontakte nach Gelsenkirchen. Zudem gibt er einen Einblick in seine beruflichen Ziele.

Omar Mascarell

Omar Mascarell im Kreisel-Interview: Taten statt Worte

Einzeltraining kennt Omar Mascarell aus Rehazeiten. Doch die vergangenen Wochen haben den königsblauen Kapitän wie so viele andere besonders gefordert. Was sie ihm vor Augen geführt haben, beschreibt der 27-Jährige im Interview mit dem neuen Schalker Kreisel.