Ralf Fährmann: Solche Tage gibt’s hin und wieder

Ralf Fährmann war am Samstag (3.2.) die tragische Figur bei der 1:2-Niederlage gegen Bremen. Sein Fauxpas bei einem Bremer Freistoß sorgte für den Ausgleich der Gäste, am Ende stand es 1:2 aus königsblauer Sicht. Auf schalke04.de spricht der Kapitän über die beiden Gegentore gegen den SV Werder und blickt auf die kommenden Aufgaben.

Ralf Fährmann, 1:2 verloren und zwei sehr ärgerliche Gegentore bekommen – der Samstag war ein Tag zum Vergessen, oder?
Ja, es ist insgesamt sehr bitter gelaufen für uns. Wir hatten unglaublich viel Pech. Beim 1:1 habe ich den Ball unglücklich fallen lassen und Werder so zurück ins Spiel gebracht. Der Freistoß war in meinen Augen etwas zu fest geschossen, um in direkt zu fangen. Deswegen wollte ich ihn einmal aufkommen lassen und ihn dann aufnehmen. Das ist mir leider nicht gelungen, weil der Ball zu weit nach vorne gefallen ist. Das tut mir wahnsinnig leid für die Mannschaft, weil es einfach ein vermeidbares Gegentor war. Dafür kann ich mich nur entschuldigen.

Wie hast du die Szene, die zum Bremer Siegtreffer geführt hat, gesehen?
Beim zweiten Gegentor wusste ich nicht, ob der Stürmer noch an den Ball kommen würde oder nicht. Als er dran war, habe ich mich groß gemacht. Anschließend rollte der Ball durch meine Beine. Alleine die letzten Minuten haben gezeigt, wie viel Pech wir hatten. Wenige Augenblicke vor Werders zweitem Treffer haben wir noch den Pfosten getroffen. Solche Tage gibt es leider hin und wieder.

Wieder einmal konntet ihr zu Hause nicht den zweiten Treffer erzielen und den Sack zu machen …
Das stimmt, aber es ist dennoch positiv, dass wir uns so viele Chancen erarbeitet haben. Keiner vergibt sie absichtlich. Wir befinden uns weiterhin in einem Entwicklungsprozess und müssen nun lernen, cleverer und abgeklärter vor dem Tor zu sein. Wir haben aber nicht nur wegen der vergebenen Möglichkeiten verloren. Insgesamt müssen wir in Zukunft auch in der Defensive cooler sein. Wir sind eine junge Mannschaft und müssen und werden daraus lernen.

Was bedeutet das 1:2 gegen Werder in Bezug auf die Tabelle?
Ich war ja sowieso immer einer derjenigen, der beim Blick auf die Tabelle auf die Bremse gedrückt hat. Wir befinden uns weiterhin in der Entwicklung, das hat man gegen Bremen auch wieder gesehen. Wir haben noch Luft nach oben und müssen in der einen oder anderen Situation cleverer agieren. Die Niederlage wird uns nicht zurückwerfen. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und uns schnell wieder auf die kommende Partie fokussieren. Am Mittwoch wartet wieder eine wichtige und schwierige Aufgabe auf uns.

Was erhoffst du dir von den nächsten beiden Spielen?
Wir wissen, dass immer alles möglich ist. Dementsprechend müssen wir am Mittwoch gegen Wolfsburg alles in die Waagschale werfen. Wir wollen unbedingt ins Pokal-Halbfinale einziehen und anschließend den Bayern einen heißen Fight liefern. Wir freuen uns auf dieses Duell, auch wenn Bayern der klare Favorit ist.

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Ralf Fährmann

PositionTorhüter
Geburtsdatum27.09.1988
Größe1.97 m
Gewicht98 kg
Auf Schalke seit01.07.2011

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