Salif Sané: Ich soll eine Medaille zum Training auf Schalke mitbringen

Während viele Knappen derzeit im Urlaub weilen, nimmt Salif Sané mit dem Senegal am Afrika-Cup teil. Im Interview mit schalke04.de spricht der Innenverteidiger vor dem Turnierstart über die Chancen seiner Mannschaft, gesammelte Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft 2018 und Nachrichten seiner königsblauen Mitspieler.

Salif, in der Vorrunde trefft ihr auf Tansania, Algerien und Kenia. Welchen dieser drei Gegner schätzt du am stärksten ein?
Alle Mannschaften in der Gruppe sind sehr stark. Deshalb möchte ich keine Mannschaft hervorheben. Wenn wir nicht in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen, wird es schwer. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir jede Aufgabe hochkonzentriert und mit vollem Engagement angehen werden. Und dann wird es nicht einfach, uns zu schlagen.

Ihr zählt zu den Titelfavoriten beim Afrika-Cup.
Ich höre und lese immer wieder, dass viele Experten uns ganz vorne sehen. Das ehrt uns. Aber wir sind nicht die einzige Mannschaft, die als Favorit genannt wird. Es gibt mehrere Teams, die das Potenzial für den Titel haben.

Welches Ziel habt ihr euch als Mannschaft gesetzt?
Wir wollen das Maximale erreichen und die Hoffnungen der vielen Fans erfüllen. Die Menschen im Senegal haben schon viel zu lange auf einen Titel warten müssen.

Beim Afrika-Cup vor vier Jahren warst du ebenfalls Teil des senegalesischen Kaders, allerdings war dir keine einzige Spielminute vergönnt. Daher war die Weltmeisterschaft 2018 dein erstes großes Turnier. Wird dir die in Russland gesammelte Erfahrung helfen?
Auf jeden Fall. Wir haben im vergangenen Sommer eine gute WM gespielt, mussten aber leider aufgrund der Fair-Play-Regel nach der Vorrunde die Segel streichen. Das war ein sehr unglücklicher Moment für meine Mitspieler und mich (der Senegal war nach der Gruppenphase punkt- und torgleich mit Japan. Da das direkte Duell der beiden Mannschaften unentschieden ausgegangen war, zog die Nation mit den weniger erhaltenen Gelben Karten im Turnierverlauf ins Achtelfinale ein – dies traf auf Japan zu, Anm. der Redaktion).

Haben dir deine Schalker Mitspieler Glück für das Turnier gewünscht?
Ich habe an den vergangenen Tagen viele Nachrichten von den Jungs bekommen. Sie drücken mir die Daumen. Einige meiner Mitspieler haben mir auch geschrieben, dass ich mit der Goldmedaille um den Hals zurück nach Gelsenkirchen kommen soll. Sie wollen sie dann beim Training sehen. Das würde mich sehr stolz machen.

26

Salif Sané

PositionVerteidiger
Geburtsdatum25.08.1990
Größe1.96 m
Gewicht85 kg
Auf Schalke seit01.07.2018

Die Vorrunde im Überblick:

Senegal – Tansania, 23.6., 19 Uhr, Kairo
Senegal – Algerien, 27.6., 19 Uhr, Kairo
Kenia – Senegal, 1.7., 21 Uhr, Kairo

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Edi Glieder

Was macht eigentlich … Edi Glieder?

Edi Glieder trug zwar nur ein Jahr das königsblaue Trikot, dennoch erinnern sich viele Fans, die den Stürmer in der Saison 2003/2004 auf Schalke spielen sahen, noch immer gerne an den sympathischen Österreicher.

190721_uth_3

Mark Uth: Passt sehr gut zu meiner Art, Fußball zu spielen

Sein erstes Jahr im königsblauen Trikot dürfte sich Mark Uth gänzlich anders vorgestellt haben. Mehr als ein Dutzend Partien fehlte der Stürmer in der Vorsaison verletzungsbedingt, aktuell arbeitet der 27-Jährige größtenteils in individuellen Einheiten am Comeback. Im Interview mit schalke04.de spricht Uth über seine Zeit in der Reha, seine Eindrücke vom neuen Trainerteam und seine Ziele für die neue Saison.

Ahmed Kutucu

Ahmed Kutucu: Ich lebe unseren Verein

Mit zwei Treffern im Testspiel bei Rot-Weiß Oberhausen ist Ahmed Kutucu ein hervorragender Start in die Vorbereitung gelungen. Die beiden Tore will der 19-Jährige selbst aber nicht überbewerten. Im Interview mit schalke04.de spricht der Angreifer über seine erste Saison als Profi, das zuletzt nicht immer einfache Zusammenspiel zwischen Schule und Fußball, seinen neuen Trainer David Wagner und seinen Kumpel Ozan Kabak, dem er hilft, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Benjamin Stambouli

Benjamin Stambouli: Spirit in den ersten Einheiten war sehr gut

Im Kreis seiner Familie hat Benjamin Stambouli in der fußballfreien Zeit die Akkus in der Heimat aufgeladen. Nun ist der 28-Jährige voller Tatendrang und freut sich auf die kommenden Aufgaben. Im Interview mit schalke04.de spricht der Franzose über die ersten Tage nach der Sommerpause, seinen Urlaub, seinen neuen Mitspieler Ozan Kabak und das Testspiel in Oberhausen.