Sead Kolasinac: Grätschen gehören dazu

Seinem Ruf als Malocher wurde Sead Kolasinac in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gerecht. Nebenbei glänzte der Bosnier gleich viermal als Torvorbereiter. Auf schalke04.de definiert der Linksverteidiger seinen Spielstil und spricht über ein Wiedersehen mit einem guten Freund.

Chef-Trainer Markus Weinzierl bezeichnete die vergangenen Englischen Wochen seit der letzten Länderspielunterbrechung unlängst als „sehr intensive Phase“, aus der die Königsblauen beinahe das Maximum geholt haben. Fünf Siege und zwei Remis in sieben Spielen sorgten im Schalker Kalender für einen Goldenen Oktober und einen bis dato makellosen November. Großen Anteil daran trug auch Kolasinac.

er Bosnier glänzte als gewohnt robuster Zweikämpfer in der Defensive sowie als Torvorbereiter im Angriff. Über allem aber schwebt sein Tackling beim Derby in Dortmund, als Kolasinac nach einem Heber von Pierre-Emerick Aubameyang über Ralf Fährmann noch auf der Linie vor dem einschussbereiten Christian Pulisic retten konnte. Seine Grätsche war hernach in aller Munde. „Ab und zu gehören auch Grätschen dazu“, erklärt der 23-Jährige. „Meine Aufgabe ist es, das eigene Tor zu verteidigen.“

Das verlief zuletzt sehr erfolgreich. Seit der Systemumstellung auf 3-5-2 kassierten die Knappen nur vier Gegentore in acht Begegnungen. „Das System spielt uns sehr gut in die Karten“, analysiert Kolasinac. „Man sieht, dass wir alle auf dem Platz füreinander da sind, dass wir gut gegen den Ball arbeiten und dass wir Fehler eines Einzelnen gemeinsam ausbügeln.“ Die Lobeshymnen auf seine Person seien für Schalkes Nummer 6 zwar eine Ehre, dennoch „darf man nicht vergessen, dass man selber nur gut aussehen kann, wenn die Mannschaft funktioniert.“

Nach der Länderspielpause, in der Kolasinac mit der Auswahl Bosniens ein spätes Remis in Griechenland verdauen musste, wartet am Samstag (19.11.) das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. Ähnlich wie der S04 laufen auch die Wölfe ihren eigenen Ansprüchen noch hinterher, doch Kolasinac warnt: „Von den Einzelspielern hat dieses Team Champions-League-Niveau. Wir wissen auch, dass Wolfsburg nicht gut in die Saison gestartet ist, aber wir schauen auf uns. Wir wollen gewinnen und gehen zu 100 Prozent fokussiert ins Spiel.“

Besonders freut sich der Abwehrmann auf das Wiedersehen mit dem Ex-Schalker Julian Draxler, der im vergangenen Sommer aus Gelsenkirchen in die Autostadt gewechselt war. „Wir sind täglich in Kontakt“, berichtet Kolasinac. „Ich freue mich, ihn am Samstag wiederzusehen. Wir sind sehr gute Freunde.“ Zu einer Begegnung wird es aber wohl nur abseits des Rasens kommen – Draxler fällt mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich aus.

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