Suat Serdar: Taktische Umstellung hat sich ausgezahlt

Mit seinem Treffer in der 86. Minute brachte Suat Serdar die VELTINS-Arena am Freitag (29.11.) zum Beben. Auf schalke04.de spricht der deutsche Nationalspieler über den hart umkämpften 2:1-Sieg gegen Union Berlin, die Entstehung seines Tores, den Auftritt des Aufsteigers und die aktuelle Tabelle.

Suat Serdar

Suat, herzlich Glückwunsch zum Dreier gegen die „Eisernen“. Hast du in der Schlussphase noch an den Sieg geglaubt?
Natürlich! Wir haben bis zur letzten Minute alles reingehauen und gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Ich bin sehr glücklich, dass wir nach zuletzt drei Unentschieden hintereinander in der VELTINS-Arena wieder die drei Punkte auf Schalke behalten haben.

Der entscheidende Treffer durch dich fiel in der 86. Minute. Beschreib uns einmal die Entstehung des Tores aus deiner Sicht!
Es ging sehr schnell. Cali hat den Ball erobert, dann kam die Kugel über Ahmed und Amine zu mir. Ich bin froh, dass ich das Ding dann so gut getroffen habe und der Schuss saß. Genau da sollte er einschlagen. Den Treffer haben meine Mitspieler mir super aufgelegt.

Und wie waren die Sekunden nach dem Tor?
Es war eine große Erleichterung im gesamten Stadion zu spüren. Es hat richtig gebebt. Das Gefühl, das entscheidende Tor zu schießen, ist unbeschreiblich. Gleiches gilt für die Feierlichkeiten mit den Fans nach dem Abpfiff vor der Kurve. Es gibt nichts Schöneres.

Es war eine große Erleichterung im gesamten Stadion zu spüren. Es hat richtig gebebt.

Suat Serdar

Für dich war es bereits Saisontreffer Nummer fünf. Hast du eine Erklärung, weshalb du in dieser Spielzeit so treffsicher bist?
Momentan klappt einfach vieles bei mir. Das liegt auch daran, dass es mit der Mannschaft besser läuft als in der Vorsaison. Wir machen von Woche zu Woche Schritte nach vorne. Es macht richtig Spaß. Wir haben sehr viel Qualität im Team, das hat man wieder einmal gesehen. Damit meine ich nicht nur die elf Jungs, die auf dem Platz standen, sondern auch unsere Einwechselspieler und die Akteure, die dieses Mal nicht zum Einsatz gekommen sind. Wir pushen uns gegenseitig zu Höchstleistungen und haben einfach Spaß, gemeinsam Fußball zu spielen.

Im ersten Durchgang hattet ihr allerdings noch nicht den richtigen Zugriff …
Deshalb hat der Trainer in der Pause taktisch auch etwas umgestellt. Cali und ich haben in der zweiten Hälfte etwas offensiver gespielt und damit versucht, die gegnerische Abwehr zu überlaufen. Das hat sich am Ende ausgezahlt.

Wie bewertest du die Leistung des Gegners?
Großes Kompliment an Union. Sie haben uns einen harten Fight geliefert und uns das Leben richtig schwer gemacht. Davon waren wir aber nicht überrascht. Wenn man die Ergebnisse der Berliner aus den vergangenen Wochen betrachtet, war zu erwarten, dass wir auf eine gute und vor allem selbstbewusste Truppe treffen werden.

Cali und ich haben in der zweiten Hälfte etwas offensiver gespielt.

Suat Serdar

Ihr habt nun 25 Zähler auf dem Konto und euch erst einmal im oberen Tabellendrittel festgebissen. Wie geht’s weiter?
Wir weichen nicht von unserer Devise ab. Seit dem Saisonstart sagen wir immer wieder, dass wir von Spiel zu Spiel schauen möchten – das bleibt auch so. Die Tabelle ist zwar eine schöne Momentaufnahme, aber wir haben erst 13 Spiele hinter uns.

Die weiteren Partien des 13. Spieltags kannst du nun ganz gemütlich auf dem Sofa verfolgen …
Ob ich alle Partien live schaue, kann ich noch gar nicht sagen. Denn meine Familie ist an diesem Wochenende zu Gast. Und wir wollen natürlich gemeinsam etwas unternehmen und nicht nur auf dem Sofa sitzen. Daher läuft es darauf hinaus, dass ich am Sonntag die Highlight-Zusammenfassungen gucke.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

Reinhold Ranftl

Reinhold Ranftl: Das hilft mir, das hilft Memo

Mit einem klugen Pass von der rechten Seite bereitete Reinhold Ranftl beim 5:2-Erfolg gegen den SV Sandhausen das schönste Tor des Tages, den Hackentreffer von Marius Bülter, vor. Im Interview mit schalke04.de spricht der Österreicher über seinen ersten Assist, das anstehende Duell mit dem FC St. Pauli, seinen Landsmann Guido Burgstaller und den Konkurrenzkampf mit Mehmet Can Aydin.

Edu

Das Spiel meines Lebens: Edú über die magische Nacht von Mailand

57 Pflichtspiele absolvierte Eduardo Goncalves de Oliveira, Fans besser bekannt als Edú, für den FC Schalke 04 – das denkwürdigste am 5. April 2011 in Mailand. Beim 5:2-Erfolg gegen Champions-League-Titelverteidiger Inter knipste der Brasilianer, der am Dienstag (30.11.) seinen 40. Geburtstag feiert, doppelt. In der Interview-Reihe „Das Spiel meines Lebens“ blickt schalke04.de zusammen mit ehemaligen Schalkern auf legendäre Auftritte im königsblauen Trikot zurück.

Marvin Pieringer

Marvin Pieringer: Wir treten uns nicht gegenseitig auf die Füße

Im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 erzielte Marvin Pieringer zuletzt sein erstes Pflichtspieltor im blau-weißen Trikot. Nach dem Geschmack des Angreifers sollen in den kommenden Wochen weitere Treffer folgen – die dann auch für einen Sieg sorgen. Im Interview mit schalke04.de spricht der 22-Jährige über die ersten Monate bei den Königsblauen, Besuche der Familie, die Atmosphäre in der VELTINS-Arena, sein Premierentor, wichtige Einsatzminuten in der U23 und das anstehende Duell mit Werder Bremen.

Rouven Schröder

Rouven Schröder im Kreisel-Interview: Ich brauche dieses Feuer

Nach dem harten Aufprall in der Zweiten Liga stand Rouven Schröder im Juni gleich zum Auftakt seiner königsblauen Karriere vor einem Scherbenhaufen. Im ausführlichen Interview mit dem Schalker Kreisel erklärt der 46-jährige Sportdirektor, warum er die Aufräumarbeiten nicht gescheut hat, welche Arbeitsphilosophie er bevorzugt und was ihn generell antreibt im Leben.