Suat Serdar: Wenn das Team gut spielt, kann jeder Einzelne glänzen

In seinem achten Spiel in der laufenden Saison erzielte Suat Serdar gegen Düsseldorf bereits sein viertes Saisontor. Auf schalke04.de spricht der 22-Jährige über die ärgerliche Punkteteilung mit der Fortuna, seine bislang starken Leistungen in dieser Spielzeit und seine erneute Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft.

Suat, gegen Fortuna Düsseldorf habt ihr ein Wechselbad der Gefühle durchlebt: dreimal geführt, am Ende aber nur einen Punkt geholt. Wie ordnest du das 3:3 ein?
Dass wir in der Schlussphase noch ein Tor kassiert haben, ist sehr ärgerlich. Am Ende fühlt sich das Unentschieden an wie eine Niederlage. Als mir das 3:2 gelungen ist, hat wohl jeder im Stadion gedacht, dass dieser Treffer die Entscheidung bedeutet und wir das Spiel gewinnen.

Das Tor in der 79. Minute war bereits dein vierter Treffer im achten Spiel. Woher kommt deine neue Torgefährlichkeit?
Wenn das Team gut spielt, kann auch jeder einzelne Spieler glänzen. Wer die Tore macht, ist letztlich aber gar nicht so wichtig. Wir haben als Mannschaft nach der durchwachsenen Vorsaison eine gute Entwicklung genommen. Ich denke, das sieht jeder einzelne Fan im Stadion.

Nach dem ersten Drittel der Saison ist die Tabelle sehr eng. Ihr seid mit 19 Zählern aktuell Siebter, der Rückstand auf Rang zwei beträgt allerdings nur zwei Zähler.
Auf unseren bisherigen Saisonverlauf können wir tatsächlich ein Stück weit stolz sein. Wir wissen aber auch, dass es noch mehr Punkte hätten sein können. Ich denke dabei nicht nur an das 3:3 gegen Düsseldorf, sondern auch an das Unentschieden gegen Köln, bei dem wir in der Nachspielzeit das 1:1 kassiert haben, oder das torlose Remis im Derby. Andersherum haben wir jetzt aber auch schon mehr Punkte als nach der gesamten Hinrunde des Vorjahres.

Für mich ist es eine große Ehre, zum Kreis der Nationalmannschaft zu zählen.

Suat Serdar

Du bist von Bundestrainer Joachim Löw für die kommenden beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Nordirland berufen worden. Was bedeutet es dir, für Deutschland zu spielen?
Für mich ist es eine große Ehre, zum Kreis der Nationalmannschaft zu zählen. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Dafür möchte ich mich auch noch einmal bei unserem Trainer- und Betreuerstab sowie bei meinen Mitspielern bedanken. Sie alle haben mir sehr geholfen und haben ihren Anteil daran, dass ich erneut nominiert worden bin.

Nach deiner Rückkehr von der Nationalmannschaft bist du mit Königsblau in Bremen gefordert. Wie schätzt du die Grün-Weißen ein?
Auch wenn unser nächster Gegner aktuell in der unteren Tabellenhälfte beheimatet ist, finde ich, dass Bremen eine sehr gute Mannschaft hat. Ich erwarte eine schwierige Aufgabe, glaube aber gleichzeitig daran, dass wir auch dort dreifach punkten können. Auswärts haben wir in der laufenden Saison schon einige Punkte geholt.

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