Weston McKennie: Die Mannschaft hat mir sehr geholfen

Beim Spiel gegen Hannover verletzte sich Weston McKennie am Knie. Knapp fünf Wochen später nimmt er schon wieder am Mannschaftstraining teil und brennt auf seine Rückkehr in den Kader. Auf schalke04.de spricht er über seine Verletzung, die Reha und die Unterstützung seiner Mitspieler.

Weston, wie fühlst du dich aktuell?
Ich fühle mich sehr gut, habe diese Woche nach der Verletzung wieder voll mittrainiert und mich dabei wie ein völlig neuer Spieler gefühlt. Als hätte die Verletzung mich vielleicht sogar ein kleines bisschen besser gemacht.

Wie war dein erstes richtiges Training nach der Verletzung?
Es hat natürlich sehr viel Spaß gemacht, endlich wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen zu können. Ich denke auch, dass es ganz gut gelaufen ist. Die Jungs haben mir immer wieder gesagt, dass sie sich freuen, dass ich wieder dabei bin. Ich hatte ein gutes Gefühl und habe mit viel Selbstvertrauen trainiert. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und freue mich, bald wieder spielen zu können.

Woher kommt dieses Selbstbewusstsein? Ist man nicht erst einmal ein bisschen vorsichtiger nach so einer Verletzung?
Ich denke das ist alles Kopfsache. Klar, könnte ich mich jetzt etwas zurückhalten, aber ich fühle mich bereit und habe ja auch noch die Jungs um mich herum, die mir dabei helfen das auszublenden und weiterzumachen.

Beschreib uns doch kurz den Moment, als du dich verletzt hast. Du hast ja zunächst noch weiter gespielt und dann gemerkt, dass es nicht mehr geht.
Ich versuche normalerweise immer sofort wieder aufzustehen und weiterzumachen, wenn ich gefoult wurde, weil ich nicht raus möchte (lacht). Aber in dieser Situation habe ich wirklich gedacht, dass ich mich schwer verletzt habe. Zum Glück hat es sich als nicht so schlimm herausgestellt. Was mich wirklich sehr gefreut hat, war die Unterstützung meiner Mitspieler. Das ganze Team hat sich sofort erkundigt, wie es mir geht, Leon hat mich bei meinem MRT-Termin überrascht und mich dorthin begleitet. Naldo, Breel und Thilo haben immer wieder gefragt, wie es mir geht, das war wirklich toll. Das hat mir sehr dabei geholfen mich auf die Reha zu konzentrieren.

War das der Schlüssel zu deiner schnellen Rückkehr? Die Unterstützung deiner Mitspieler?
Auf jeden Fall! Es tut immer gut, Leute um dich herum zu haben, die dich aufbauen, wenn es dir schlecht geht. Es bringt ja nichts, die ganze Zeit nur mit schlechter Laune herumzulaufen. Das lenkt dich nur von der Reha ab. Es war wirklich wichtig für mich, auf die Unterstützung von Mannschaft, Trainerteam und auch den Support der Fans zählen zu können.

Wie war die Zeit in der Reha?
Es war schon hart. Ich konnte meiner Leidenschaft nicht mehr nachgehen und musste stattdessen in die Reha. Die ganze Zeit nur auf dem Laufband vor einem Spiegel zu laufen, das macht natürlich weniger Spaß als auf dem Platz zu stehen. Aber da musste ich durch! Ich möchte mich auch ganz besonders bei unseren Physios und all den anderen Personen vom medicos.AufSchalke bedanken, die mir sehr dabei geholfen haben, den Kopf immer oben zu lassen und schnell wieder fit zu werden.

Wie fühlt es sich an, nun wieder auf dem Platz zu stehen?
Es fühlt sich sehr gut an! Ich bin nach Deutschland gekommen, weil ich es liebe Fußball zu spielen und konnte es jetzt für eine Weile nicht tun. Ich war vier, fünf Wochen verletzt, aber für mich hat es sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Der Fußballplatz ist mein Zuhause und es ist großartig, wieder zuhause zu sein.

Weißt du schon, wann du in den Kader zurückkehrst?
Das kann ich nicht genau sagen, ich habe noch nicht mit dem Trainer darüber gesprochen. Es wäre natürlich großartig, wenn es schon an diesem Wochenende klappen würde. Das ist ja letztlich das, was jeder Spieler möchte. Wenn es vielleicht erst nächsten Spieltag klappt, wäre das auch okay für mich. Dann gebe ich weiter Gas im Training und schaue weiter.

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