1. Dezember: Ernst Kuzorra wird Trainer beim S04

Ernst Kuzorra ist bereits als Spieler so etwas wie der heimliche Trainer der Königsblauen. 1946 übernimmt er diese Funktion auch offiziell. schalke04.de schaut in den Rückspiegel und blickt auf historische Ereignisse vom 1. Dezember aus mehr als 114 Jahren Vereinsgeschichte zurück.

1946: Kuzorra übernimmt Traineramt für knapp ein Jahr

Es klingt fast so, als ob es der Autor von „Der Sportbrief“ begrüßte, was am 1. Dezember 1946 offiziell wird: Ernst Kuzorra übernimmt „endgültig das Training der ersten Mannschaft von Schalke 04. Sein reiches fußballerisches Wissen und seine praktische Erfahrung kann er nun jeden Donnerstag in den Trainingsstunden voll in die Waagschale werfen.“ Bereits in den goldenen 1930er- und 1940er-Jahren nimmt Schalkes Kapitän Einfluss auf die sportlichen Entscheidungen. „Wir hatten immer einen Trainer, aber die Aufstellung habe ich gemacht“, betont „Clemens“ fortwährend. „Nach drei Jahren wurde gewechselt. Manche haben gebettelt: Ernst, lass mich noch ein Jahr, doch ich habe gesagt: Nix da!“ Sicherlich ist etwas Verklärung bei dieser Darstellung dabei, Hans „Bumbas“ Schmidt beispielsweise ist fünf Jahre Trainer bei den Knappen, aber prinzipiell entspricht sie der Realität. In den Zeitungsartikeln von damals taucht eher selten der jeweilige Schalker Trainer auf, dafür wird meist Kuzorra zitiert. Als Schmidt-Nachfolger Otto Faist 1942 eingezogen wird, leitet Kuzorra übergangsweise das Training. Im Herbst 1946 lässt er sich überreden, den Posten offiziell zu bekleiden. Allerdings währt diese Phase nur knapp ein Jahr. Im November 1947 folgt Willi Schäfer auf Ernst Kuzorra. Ein letztes Mal nimmt Kuzorra in der Saison 1969/1970 als Trainer auf der Schalker Bank Platz. Er fungiert als Strohmann für Slobodan Cendic, der Rudi Gutendorf ablöst, aber noch keine DFB-Lizenz besitzt.

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