1. Mai: Olaf Thon feiert seinen 53. Geburtstag

Auf Schalke der Ritterschlag: "Sein Name wird jetzt in einer Reihe mit Ernst Kuzorra, Fritz Szepan und Reinhard Libuda genannt." Dieser Satz stammt vom mittlerweile leider verstorbenen Rudi Assauer und drückt die Wertschätzung für einen Mann aus, der am 1. Mai 1966 in Gelsenkirchen-Horst geboren wird: Olaf Thon.

1966: Schalke-Legende Olaf Thon wird geboren

Als Schalkes Nummer zehn im Januar 2003 bei seinem Abschiedsspiel gegen Bayern München endgültig die große Fußball-Bühne verlässt, huldigen 60.672 Zuschauer eine Spielerpersönlichkeit, die fast 20 Jahre lang der Bundesliga ihren Stempel aufdrückt. Drei Deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege und sechs zweite Plätze in der Meisterschaft zieren seine Vita. Doch damit nicht genug. 1990 ist Thon Mitglied der Nationalmannschaft von Franz Beckenbauer, die in Rom Weltmeister wird. Zudem gehört er 1986 (Platz zwei) und 1998 (Aus im Viertelfinale) dem DFB-Kader an.

Platz eins in seiner emotionalen Skala nimmt indes ein anderer Titel ein. 1997 führt er die Euro-Fighter als Kapitän im Mailänder Guiseppe-Meazza-Stadion sensationell zum UEFA-Cup-Sieg. Laut Thon „eine Mannschaft mit tollen Charakteren“, die spielerische Defizite durch Kampf und Einsatz wettmacht. Der Höhepunkt einer außergewöhnlichen Karriere, die am 5. August 1983 beginnt.

Olaf Thon ist gerade 17 Jahre alt und gibt im Zweitligaspiel gegen den SC Charlottenburg sein Debüt im bezahlten Fußball. In seiner ersten Saison bei den Knappen absolviert er alle Liga-Spiele der Schalker und hat nicht zuletzt durch seine 14 Tore großen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga. Seine Geburtsstunde als Schalker Held allerdings erlebt der Junge aus dem Pott am 2. Mai 1984. Einen Tag nach seinem 18. Geburtstag steuert der damals bekennende Bayern-Fan drei Tore zum 6:6 nach Verlängerung im DFB-Pokal-Krimi gegen den Münchner Rekordmeister bei.

Thon wird zum königsblauen Heiligtum erklärt. 1987 verkauft Günter Siebert lieber ein halbes Dutzend Stammspieler, als den heiß umworbenen Mittelfeld-Techniker abzugeben. Allerdings ist der 21-Jährige trotz 14 Saisontoren nicht in der Lage, Schalkes dritten Abstieg 1988 zu verhindern. Thon verlässt anschließend Gelsenkirchen in Richtung München.

Bei den Bayern sammelt der eloquente Fußballer nicht nur Titel (drei Meisterschaften), sondern wird vom Mittelfeldspieler zum Libero umfunktioniert. 1994 kehrt er dorthin zurück, wo er laut Charly Neumann hingehört: „Wer auf Kohle geboren ist, der muss auf Kohle spielen.“

Dass Thon „nur“ 443 Bundesligaspiele macht, ist auf seine vielen Verletzungen zurückzuführen. Die kosten ihm darüber hinaus, neben dem schlechten Verhältnis zu Berti Vogts, eine größere Bedeutung für die Nationalmannschaft. In der DFB-Elf kommt er schließlich auf 52 Länderspiele, in denen er drei Tore erzielt. Aber was macht das schon, wenn man auf Schalke in einem Atemzug mit Libuda, Szepan und Kuzorra genannt wird.

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