11. Januar: Geburtstag von Günther Schubert

Heute wäre Günther Schubert 64 Jahre alt geworden. Doch der Keeper, der für die Knappen sogar das Bundesligator hütet, verstarb vor mehr als 16 Jahren. Der plötzliche Herztod beendet das Leben des Torwarts, der auf Schalke Held für einen Tag ist und dessen Fähigkeiten erst in Belgien richtig geschätzt werden.

1955: Günther Schubert wird geboren

Zusammen mit Hans-Günther Bruns besucht Schubert Anfang der 1970er-Jahre das Jugendinternat des S04. Sie wohnen im Casino über der Trabrennbahn Gelsenkirchen und haben beide den Traum, in der Bundesliga Fuß zu fassen. „Günther war immer sehr locker und offen“, erinnert sich Bruns einst. „Ein kompletter Torwart. Reaktionsstark auf der Linie und mit genug Mumm ausgestattet, bei Flanken den Ball aus dem Strafraum zu boxen.“

Doch während Bruns ein gestandener Bundesligaprofi (366 Erstliga-Einsätze für Schalke, Mönchengladbach und Düsseldorf) und gar vierfacher Nationalspieler wird, währt die Karriere von Günther Schubert in der deutschen Elite-Klasse nicht lange. Der gebürtige Velberter kommt lediglich auf drei Einsätze in der Saison 1976/1977. Nach Aussetzern beim 5:4 gegen Tennis Borussia Berlin ist die Bundesliga-Karriere schon wieder vorbei. Enver Maric wird fortan bei Trainer Friedel Rausch wieder erste Wahl.

Vorher jedoch hat der 1,84 m lange Keeper noch einen großen Auftritt. Im UEFA-Cup-Spiel gegen den FC Porto am 8. September 1976 feiert er seine Premiere im Trikot der ersten Mannschaft – und überzeugte. Schubert machte seine Sache ordentlich. Im Sommer 1977 verlässt Schubert die Königsblauen. Er wechselt zum damaligen Aufsteiger in die zweite Bundesliga Nord, dem 1. FC Bocholt und geht anschließend nach Belgien. „Dort wurde er glücklich“, weiß Bruns zu berichten. „Er kickte bei zwei, drei kleineren Vereinen und wurde zweimal zum ‚Torwart des Jahres‘ in Belgien gewählt.“

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