11. März: S04 spielt im Parkstadion nur 1:1 gegen Essen

Ein Hohn für jeden Schalke-Fan: Die Knappen sind am 11. März 1989 neidisch auf Rot-Weiss Essen. "Wir wollen versuchen, es den Essenern nachzumachen." Mit diesen Worten verabschiedet sich S04-Präsident Günter Eichberg nach der Pressekonferenz zum 1:1 gegen den Reviernachbarn im Parkstadion.

1989: Schalke ist neidisch auf den Rivalen

Während die Essener nach 6:2 Punkten den Blick in der Zweitliga-Tabelle nach oben richten, stellt sich die Situation für die Schalker (2:6 Punkte) ganz anders dar. Jürgen Luginger: „Jetzt müssen wir Punkte gegen den Abstieg sammeln. Aufstiegs-Spekulationen sind nach diesem Spiel einfach lächerlich. Wir brauchen mit Sicherheit zwei Tage, um dieses Spiel zu verdauen.“

Sieben Spiele sind die Königsblauen ohne Sieg, als sie das RWE-Team empfangen. Tabellenplatz 14 soll mit einem Erfolg über die Elf von Trainer Hans-Günter Neues verlassen werden. Und nach sechs Minuten sieht es so aus, als ob dies gelingen soll. Essens Torhüter Volker Diergardt hält einen Freistoß von Ingo Anderbrügge nicht fest, Libero Andreas Müller staubt zur 1:0-Führung ab.

Doch ausgerechnet Jens Lehmann wird zur tragischen Figur im Revierderby. Wie schon eine Woche zuvor in Braunschweig hält der damals 19 Jahre alte Torwart auch gegen Essen tadellos bis auf einen Schnitzer, der seinem Verein allerdings gleich einen Punkt kostet. Neun Minuten vor der Halbzeitpause fälschen Jörg Mielers und Andreas Müller einen Schuss von Roman Geschlecht ab. Lehmann lässt den Ball unter seinem Körper durchrutschen und Dirk Helmig ist zur Stelle – 1:1.

In den restlichen Minuten agieren die Schalker ähnlich harmlos wie in den darauffolgenden Wochen, in denen der Verein durch Niederlagen gegen Viktoria Aschaffenburg (0:2), Darmstadt 98 (3:4) und den VfL Osnabrück (0:1) bis auf Rang 19 abrutscht. Die Drittklassigkeit droht. Die Vereinsführung muss handeln. Diethelm Ferner wird entlassen, Klaus Fischer sowie Helmut Kremers sitzen für ein Spiel auf der Trainerbank und anschließend übernimmt Peter Neururer das Kommando, der den S04 letztlich vor dem Abstieg bewahrt.

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