12. Februar: Auf dem Weg zum DFB-Pokalsieg sticht Joker Nico Braun

In den neun Partien der DFB-Pokal-Saison 1971/1972 steht Nico Braun lediglich 118 Minuten auf dem Feld. Dennoch hat der Luxemburger einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Knappen am Ende der Saison den Pott holen.

1972: Wichtiger Treffer in Düsseldorf

Es ist der 12. Februar 1972: Königsblau ist im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Fortuna Düsseldorf gefordert und liegt bis kurz vor Schluss mit 0:1 hinten. Dann aber schlägt die Stunde von Nico Braun. Der damals 21-Jährige, kurz zuvor für Klaus Fischer eingewechselt, trifft in der 86. Minute zum Ausgleich und verhindert damit eine Schalker Niederlage am Rhein. Da die Knappen wenig später das Rückspiel mit 2:1 für sich entscheiden, verbleiben sie im Wettbewerb, den sie wenige Monate später sogar gewinnen werden.

Dass Nico Braun das S04-Trikot trägt und somit den wichtigen Treffer in Düsseldorf erzielen kann, kommt auf kuriose Weise zustande. Der Kontakt zwischen dem Stürmer und den Knappen entsteht durch einen Schalke-Fan, der sowohl mit Brauns Jugendtrainer bei Union Luxemburg befreundet ist als auch Günter Siebert sehr gut kennt. Letzterem, damals Präsident auf Schalke, gelingt es, Braun, der eigentlich zu Borussia Mönchengladbach wechseln möchte, binnen weniger Minuten von einem Engagement in Gelsenkirchen zu überzeugen. Eine Entscheidung, die Braun nicht bereuen wird. Denn neben den sportlichen Erfolgen (DFB-Pokalsieg, Platz zwei in der Meisterschaft) ist es die gute Kameradschaft in der Mannschaft, die ihm den Aufenthalt im Ruhrgebiet sehr angenehm gestaltet. 1973 trennen sich die Wege allerdings. Braun merkt, dass er an einem internationalen Topstürmer wie Klaus Fischer nicht vorbeikommen würde und unterschreibt einen Vertrag beim französischen Club FC Metz, für den er in den Folgejahren 96 Tore in 170 Ligaspielen schießt.

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