13. März: Vor 85 Jahren wurde Helmut Jagielski geboren

Er gehört zur Meistermannschaft von 1958 und gewinnt in den 1960er-Jahren noch einmal den Titel. Helmut Jagielski, der am 13. März 1934 in Wattenscheid-Leithe geboren wird, feiert zudem 1961 einen seiner größten sportlichen Triumphe in der Glückauf-Kampfbahn - allerdings nicht im Trikot der Königsblauen.

1934: Meisterspieler Helmut Jagielski erblickt das Licht der Welt

Mit zehn Jahren beginnt seine Fußball-Karriere bei Rot-Weiß Leithe, ehe er 1950 als 16-Jähriger zu Schalke 04 wechselt. Jagielski trägt mehrfach das Trikot der westfälischen sowie westdeutschen Auswahl und bestreitet mit 18 Jahren sein erstes Oberligaspiel. „Ich war gerade zusammen mit Otto Laszig aus der Jugend gekommen. Wir spielten bei den Sportfreunden Katernberg und gewannen 4:1.“

Fortan ist er fester Bestandteil der ersten Mannschaft, bestreitet zwischen 1952 und 1961 155 Oberligaspiele und erzielt als Außenläufer sowie Mittelstürmer 28 Tore. Er ist Mitglied des Teams, das 1958 in Hannover Deutscher Meister wird und wirkt in allen sieben Europapokalspielen der Saison 1958/1959 mit.

Zwei Jahre später verlässt er das Ruhrgebiet und unterschreibt bei Werder Bremen einen Vertrag. „In Schalke hatten wir damals einen Kader von 25 Spielern mit 17, 18 gleichwertigen Leuten“, so Jagielski 1977 in einem Artikel des Schalker Kreisels. „Da kam das Angebot von Werder und ich schlug zu. Der Abschied ist mir sogar etwas schwer gefallen. Schließlich hatte ich elf herrliche Jahre in Schalke verlebt.“

Der Vereinswechsel erweist sich für ihn als Glücksfall. Bereits in seiner ersten Saison für die Norddeutschen gewinnt er den DFB-Pokal. Das Werder-Team, in dem mit Willi Soya und Günther Wilmovius zwei weitere ehemalige Schalker stehen, schlägt in der Glückauf-Kampfbahn den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0. Dabei erzielt Jagielski sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff in seiner alten Heimat das zweite Tor.

In Bremen erlebt der 27-Jährige seinen zweiten Frühling. Sein Trainer Willi „Fischken“ Multhaupt schult ihn zum Ausputzer um. „Das war damals revolutionär. Ich war praktisch der erste Libero der Bundesliga.“ Er gibt der Verteidigung die nötige Stabilität, die 1965 den Bremern die erste Deutsche Meisterschaft einbringt. Mit lediglich 29 Gegentoren verweisen die Werder-Akteure Titelverteidiger 1. FC Köln auf den zweiten Platz.

1967 beendet Helmut Jagielski mit 33 Jahren seine aktive Laufbahn. Der gelernte Kaufmann wird anschließend Trainer in Norddeutschland und führt ein paar Jahre lang zusammen mit Erna Kalwitzki die Vereinsgaststätte von Werder Bremen. Er stirbt im Dezember 2002.

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