14. März: Schwere Verletzung beendet Manfred Drexlers Karriere

Ein Pokalspiel ist seine letzte Partie im Profifußball. Beim 3:3 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC am 14. März 1984 verletzt sich Manfred Drexler, der am 4. Oktober 2017 verstarb, so schwer, dass er Sportinvalide wird. Ein sportlich trauriges Ende für einen Mittelfeldmann, der in seiner Karriere lange unterschätzt wird.

1984: Drexlers Karriere wird bei Pokalspiel in Berlin jäh beendet

Zu Beginn seiner Laufbahn ist es gar nicht sein Ziel, ein gestandener Bundesliga-Profi zu werden. Bei Darmstadt 98 agiert er in der Saison 1978/1979 als „Feierabendspieler“ und geht tagsüber seinem Job als Banklehrling nach. So antwortet Drexler im Frühjahr 1978 auf die Frage, ob er gerne ein paar Jahre in der Bundesliga spielen möchte: „Ja, sehr gerne, aber nicht als Vollprofi. Drei bis vier Stunden Arbeit am Tag schadet nichts, im Gegenteil.“

Das ändert sich jedoch schnell. Bereits ein Jahr später wechselt Manfred Drexler zum FC Schalke 04, wo er eine sportliche Achterbahnfahrt mitmacht. Zwei Abstiege und zwei Aufstiege erlebt der technisch versierte Mittelfeldspieler in seinen fünf Jahren bei den Knappen. Persönlich verläuft die Zeit für den Mittelfranken nicht weniger turbulent.

Gleich zu Beginn seiner Zeit im Schalker Trikot wird Drexler per TV-Beweis für drei Monate gesperrt. Im ersten Heimspiel gegen Bayern München tritt er gegen den am Boden liegenden Wolfgang Kraus nach. Nach diesem Vorfall entwickelt er sich vom sportlich nicht unumstrittenen Fußballer zu einem sehr geschätzten, weil mit Spielübersicht und Torgefährlichkeit ausgestatteten Mittelfeldspieler. Darmstadts Trainer Lothar Buchmann sagt einst über ihn: „Ein sehr disziplinierter und ordnungsliebender Mensch, der auch in seiner Freizeit ganz für seinen Sport lebt. Er ist der Prototyp des Mittelfeldspielers. Ein echter Leistungsträger der Mannschaft. Er kann zuhören. Bei ihm gibt es keinen Abfall, heute ein Hoch, morgen ein Tief. Seine Leistung ist konstant gut, weil er entsprechend lebt.“

Sehr unerfreulich ist das Karriere-Ende des Fußballers, der für Darmstadt 98 und Schalke 04 insgesamt 89 Bundesligaspiele (12 Tore) absolviert. Beim 3:3 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC – Drexler erzielt das 2:3 – prallt er in der Verlängerung mit Berlins Torhüter Gregor Quasten zusammen. „Ich habe ihn kommen sehen, war aber nicht mehr frisch genug, um auszuweichen“, so Drexler damals. Das Ergebnis war ein Knöchelbruch und ein Knorpelschaden im Gelenk.

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