15. Februar: Dramatisches 4:4 im Match gegen RWE

Derbys gegen Borussia Dortmund sind legendär, Duelle mit dem VfL Bochum gehören zur Bundesligageschichte, doch vor allem Aufeinandertreffen der Schalker mit den Rot-Weißen aus dem feudalen Essen verdienen die Bezeichnung "Lokalkampf". Ob nun in Gelsenkirchen oder an der Hafenstraße: Es sind immer Spiele voller Dramatik, Spannung und Tore. Bestes Beispiel dafür ist das 4:4 am 15. Februar 1975.

1975: Achterbahn der Gefühle im Spiel gegen den Nachbarn

Die Essener, die zwei Jahre vorher aufstiegen, verfügen damals über eine Truppe mit Potenzial. Neben dem holländischen Internationalen Willi „Ente“ Lippens stehen vielversprechende Leute wie Werner Lorant, Dieter Bast oder Manfred Burgsmüller im Team von Trainer Diethelm Ferner. Und auch gegen die Knappen sieht es nach gut einer Stunde rosig für den Deutschen Meister von 1955 aus.

Lorant bringt den Gastgeber zum zweiten Mal in Führung, mit tatkräftiger Unterstützung von Schalkes Keeper Norbert Nigbur, der nicht seinen besten Tag erwischt. Für ihn müssen andere in die Bresche springen. Hannes Bongartz zum Beispiel, der an diesem Samstag eine seiner besten Leistungen für die Königsblauen bietet. Er ist endlich der Spielgestalter, den die Anhänger von ihm erwarten. Zudem hat er mit Klaus Fischer einen Sturmpartner an seiner Seite, der nicht nur sechs Minuten vor dem Ende den verdienten Ausgleich markiert, sondern zudem die zwei Treffer des blonden Regisseurs vorbereitet.

Die Zuschauer auf beiden Seiten sind begeistert nach den 90 Minuten. Eine Gefühlszustand, der bei den Essenern nach diesen Lokalduellen eher selten vorherrscht. Meistens ziehen ihre Heroen gegen die Knappen den Kürzeren. 14 Mal treffen die beiden Vereine in der Bundesliga aufeinander, nur ein Spiel kann RWE für sich entscheiden. Fünfmal enden die Begegnungen unentschieden, achtmal triumphieren die Schalker.

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