16. März: Kremers-Zwillinge besingen „Das Mädchen meiner Träume“

Da wo die Worte aufhören, fängt die Musik an - denken sich Helmut und Erwin Kremers 1974 und bringen eine Schallplatte heraus. Am 16. März vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC (3:0) hat "Das Mädchen meiner Träume" im Parkstadion Premiere.

1974: Helmut und Erwin Kremers entdecken das Singen für sich

In den 1960er- und 1970er-Jahren entdecken die Fußballprofis einen neuen Gang: vom Stadion ins Studio. Petar Radenkovic, Torwartlegende vom TSV 1860 München, setzt sich mit „Bin i Radi, bin i König“ ein musikalisches Denkmal, Gerd Müller trällert „Dann macht es Bumm“ und Franz Beckenbauer ist sich sicher: „Gute Freunde kann niemand trennen.“ Eine Steilvorlage für die Schalker Fußball-Zwillinge Kremers, denen Leo Leandros (Vater von Vicky und erfolgreicher Plattenproduzent) eine „wundervolle Stimme“ attestiert.

Also treffen sich die drei im Tonstudio und nehmen „Das Mädchen meiner Träume“ auf. Was anfangs als Gag geplant ist, wird zu einer durchaus erfolgreichen Geschichte. Den Zuschauern, die das Lied über die Stadionlautsprecher hören, scheint es zu gefallen. Die ersten Platten, die in der Stadion-Gaststätte verkauft werden, sind ruckzuck vergriffen.

„1000 Stück hätten wir verkaufen können“, meint Charly Neumann damals. „Für das Spiel gegen Bremen werden wir uns eindecken. Sechs Mark kostet die Platte einschließlich Autogramm.“

Selbst die Erstauflage von 20.000 Exemplaren wird der Nachfrage nicht gerecht. Insgesamt geht „Das Mädchen meiner Träume“ mehr als 50.000 Mal über den Ladentisch. Ähnlich Wege geht übrigens Norbert Nigbur, der für seine Single sachlich feststellt: „Wenn Schalke 04 nicht wär, wär das Parkstadion immer leer“…

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