16. Mai: Marco Kurz wird 50

Er gehört zu der Gattung Fußball-Profis, die leicht unterschätzt werden. Marco Kurz ist keiner, der durch spektakuläre Kabinettstückchen auf sich aufmerksam macht. Aber der gebürtige Stuttgarter ist unheimlich wichtig für das Kollektiv. Eine Erfahrung, die nicht zuletzt Huub Stevens 1997 macht.

1969: Eurofighter Marco Kurz wird geboren

Es ist das Viertelfinal-Rückspiel des UEFA-Cups 1996/1997. Am 18. März müssen die Eurofighter beim FC Valencia antreten. Das Hinspiel gewinnen die Schalker im Parkstadion mit 2:0: ein Vorsprung, der ob der Offensiv-Stärke der Spanier jedoch noch keine Garantie für das Weiterkommen ist. Zumal Huub Stevens seine Abwehr umstellen muss, denn Thomas Linke fehlt aufgrund einer Gelbsperre.

Die Wahl des Trainers fällt auf Marco Kurz, der bis zu diesem Spiel lediglich zwei „Kurz“-Einsätze im Europapokal absolviert. Stevens wird nicht enttäuscht. Kurz bildet zusammen mit Lehmann, de Kock und Olaf Thon einen so sicheren Abwehr-Verbund, dass Valencias Trainer Jorge Valdano nach dem 1:1 schwärmt: „Schalke ist defensiv eine der stärksten Mannschaften Europas.“

Kurz ist überglücklich. „Durch dieses Spiel habe ich natürlich das Gefühl, am Schalker Europapokalerfolg einen sehr großen Anteil zu haben. Das wäre sonst nicht so gewesen.“ Im Anschluss an die Sternstunde rückt Kurz jedoch wieder ins zweite Glied. An Thomas Linke und Johann de Kock kommt der Schwabe nicht vorbei.

Der Abwehrmann zieht daraus seine Konsequenzen. Er verlässt 1998 nach 56 Ligapartien den Verein in Richtung TSV 1860 München. Dort wird der Abiturient wie schon in Nürnberg (1990-1994) auf Anhieb Stammspieler.

Nach seiner aktiven Zeit wird Kurz Trainer und coacht dabei in Deutschland den SC Pfullendorf, 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern, die TSG 1899 Hoffenheim, den FC Ingolstadt und Fortuna Düsseldorf. Seit 2017 ist er Trainer des australischen Vereins Adelaide United, wird den Verein aber am Ende der Saison verlassen.

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