17. Januar: Schalke trennt sich von Udo Lattek

Gutendorf, Merkel, Lorant: Star-Trainer auf Schalke - das ging in der Vereinshistorie meistens schief. Das kratzt Präsident Günter Eichberg im Sommer 1992 allerdings wenig. Er verpflichtet Udo Lattek. Ein Coup, der nicht von Erfolg gekrönt wird. Lediglich bis zum 17. Januar 1993 schwingt der Meistermacher, der am 31. Januar 2015 verstarb, das Zepter bei den Knappen.

1993: Udo Lattek muss seinen Stuhl räumen

Eichberg träumt bereits von rauschenden Erfolgen und rühmt bei der Vorstellung des neuen Mannes dessen Charakter: „Der Udo ist ein menschlich feiner Kerl. Er arbeitet bei Schalke quasi umsonst.“

In der Eichbergschen Diktion heißt das: 8.000 Mark für jeden Bundesligapunkt, eine Suite im Gelsenkirchener Maritim-Hotel, ein Dienst-Mercedes inklusive Tankkarte und die Übernahme aller Telefonkosten. Besonderer Clou des Vertrages: Wenn Schalke Meister geworden wäre, hätte Lattek zwei Millionen Mark erhalten, beim Einzug in den UEFA-Cup und Platzierung vor dem „Lieblingsgegner“ Borussia Dortmund wären 1,5 Millionen fällig gewesen.

In der Winterpause, Schalke belegt den elften Tabellenplatz, haben alle Beteiligten dann aber doch ein Einsehen. Der Trainer macht Platz für Helmut Schulte, der die Mannschaft letztlich auf den zehnten Rang führt. Lattek schaut nur noch als Berater zu und verlässt den Verein im Sommer 1993.

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