18. Januar: Helmut Schulte löst Udo Lattek ab

Tage zuvor spekulieren Anhänger und Medien im Januar 1993 bereits, wann Udo Lattek den Schalker Trainerstuhl räumen wird. Am 18. Januar ist es dann so weit: Helmut Schulte übernimmt bei den Königsblauen die sportliche Verantwortung.

1993: Helmut Schulte übernimmt den Trainerposten beim S04

Ursprünglich ist er erst als Trainer für die neue Saison vorgesehen, doch die Motivation von Coach Udo Lattek sinkt von Stunde zu Stunde, so dass die Vereinsführung den Wechsel eher vollzieht. Ein Schritt, der bei dem gebürtigen Sauerländer Euphorie hervorruft. „Schalke ist Schalke, einmalig einfach“, schwärmt er. „Die Verrücktheit der Zuschauer, die Möglichkeiten des Vereins, positiv wie negativ. Hier will ich was bewegen.“

Dass Schulte mit schlagzeilenträchtigen Vereinen umzugehen weiß, hat er bereits bewiesen. Sowohl beim FC St. Pauli als auch bei Dynamo Dresden verdient er sich seine Meriten als Erfolgstrainer und Krisenmanager. Schulte: „Ich habe gelernt, mit Ungereimtheiten und hochschlagenden Wellen umzugehen.“

Schulte gelingt es zwar, in der Rückrunde mit dem Team noch einen Platz gutzumachen, aber der Start in die nächste Saison misslingt völlig (5:17 Punkte). Helmut Kremers wird zum dritten Mal als Manager entlassen und Präsident Günter Eichberg tritt kurze Zeit nach der Demission von Schulte zurück. Manager Rudi Assauer, den Eichberg im April wieder zum Verein lockte, entbindet Schulte im Oktober 1993 von seinen Pflichten und holt „Feuerwehrmann“ Jörg Berger.

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