19. Januar: Geburtstag von Steffen Freund

Er gehört zu einem Trio aus der ehemaligen DDR-Oberliga, das im Sommer 1991 zum FC Schalke 04 wechselt: Steffen Freund, der am 19. Januar 1970 geboren wurde, trägt zwei Jahre lang das königsblaue Trikot, ehe er zum Reviernachbarn verkauft werden muss.

1970: Steffen Freund wird geboren

Die Schalker sind damals gerade wieder in die Bundesliga zurückgekehrt. Präsident Günter Eichberg investiert kräftig. Neben Freund, Hendrik Herzog und Henning Bürger, die alle im Osten das Fußballspielen erlernten, werden Sascha Jusufi, Uwe Leifeld und der dänische Nationalspieler Bent Christensen für viel Geld verpflichtet.

Von den sechs Neuzugängen überzeugt indes nur einer in der Spielzeit 1991/1992 vollends: Steffen Freund. Der Mann von Stahl Brandenburg absolviert 33 Partien in der Saison und wird zu einem unverzichtbaren Akteur im Schalker Mittelfeld. Er rackert unermüdlich, stopft Löcher und reißt durch seine vorbildliche Einstellung seine Mitspieler mit.

Der Eifer des ehemaligen DDR-Jugendnationalspielers zahlt sich aus: Freund erarbeitet sich den Respekt der Fans, der Aufsteiger hält die Klasse.

In der Hinrunde der Saison 1992/1993 setzt sich die positive sportliche Entwicklung des gelernten Instandhaltungsmechanikers fort. Er verpasst von den ersten 17 Spielen nur ein einziges und krönt seine gute Serie mit einem Tor gegen den FC Bayern München im letzten Spiel vor der Winterpause.

Zu dem Zeitpunkt befindet sich Freund bereits im erweiterten Kandidatenkreis für die Nationalmannschaft. Mitte Januar 1993 dann der Rückschlag: Die verschleppten Sprunggelenksprobleme machen sich wieder bemerkbar, Freund muss operiert werden. Erst Ende April gibt er sein Comeback.

Im Spiel gegen den Hamburger SV läuft er von Beginn an auf und wird mit Pfiffen begrüßt. Der Grund: Freund verabschiedet sich nach der Saison in Richtung Westfalenstadion. Die Schalker Vereinsführung braucht Geld, Borussia Dortmund ist interessiert an dem Perspektivspieler – und kauft ihn schließlich.

Die Unmutsäußerungen verstummen allerdings mit der Zeit. Die Schalker Fans merken recht schnell, dass Freund bis zum letzten Tag für seinen Club fightet. Als er gegen die Hanseaten in der 69. Minute das Feld verlässt, spenden viele Anhänger bereits wieder Beifall.

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