19. Mai: Last-Minute-Drama um die Meisterschaft

Nach einer hervorragenden Saison steht der FC Schalke 04 am 19. Mai 2001 kurz vor der Verwirklichung eines Traums: dem Gewinn der achten deutschen Meisterschaft. Am letzten Spieltag wird die Spielvereinigung Unterhaching im heimischen Parkstadion nach einem 0:2-Rückstand mit 5:3 besiegt. Doch "höhere Mächte" sorgen dafür, dass die Königsblauen sich mit dem Titel "Meister der Herzen" begnügen müssen.

2001: Schalke wird „nur“ Meister der Herzen

Die herausragende Saison 2000/2001 wird leider nicht mit der Deutschen Meisterschaft belohnt. Dabei hätten die Knappen den Titel mehr als verdient. Der S04 schießt in dieser Spielzeit die meisten Tore (65) aller Bundesligisten kassiert die wenigsten (35). Mit Torschützenkönig Ebbe Sand, der 22 Treffer erzielt, und Emile Mpenza besitzt die Mannschaft von Huub Stevens zudem das gefährlichste Sturm-Duo Deutschlands.

Doch während die Königsblauen gegen Unterhaching ihren Job erledigen, nimmt das Match in Hamburg einen aberwitzig und aus Schalker Sicht bitteren Verlauf. Die Bayern spielen einen destruktiven Fußball, für den sie von Sergej Barbarez in der 90. Minute bestraft werden.

In der Nachspielzeit spitzelt Tomas Ujfalusi Bayern-Angreifer Paulo Sergio den Ball vom Fuß, Mathias Schober nimmt diesen Ball mit der Hand auf – Schiedsrichter Markus Merk entscheidet auf Rückpass und indirekten Freistoß für den FCB. Willy Sagnol hält Schober bei diesem regelwidrig fest, Patrik Andersson trifft ins Netz und damit in die Herzen aller Schalke-Fans.

Fünf Tage nach diesem dramatischen Ligafinale kommen 15.000 Fans zum Donnerstagstraining und kreieren mit ununterbrochenen Anfeuerungsrufen eine Gänsehaut-Atmosphäre.

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