20. Januar: Sigi Held wird beurlaubt

Erfolg als Spieler gleich Erfolg als Trainer. Dass dies nicht immer stimmen muss, muss der 41-malige Nationalspieler Sigi Held am 20. Januar 1983 erkennen. Zwar hat er die Knappen im Sommer 1982 zurück ins fußballerische Oberhaus geführt, doch ein halbes Jahr später ist das Kapitel Schalke 04 für ihn beendet.

1983: Schalke trennt sich von Trainer Sigi Held

Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Coach ist gestört, die Vereinsführung muss handeln. Sigi Held gelingt es nicht, aus der Ansammlung von ausgeprägten Charakteren eine Mannschaft zu formen. Zur Winterpause rangieren die Knappen, die sich im Sommer mit Routiniers wie Bernard Dietz (MSV Duisburg) und Jochen Abel (VfL Bochum) verstärken, auf einem Abstiegsplatz. Siegfried Held, Europapokalsieger von 1966 und im selben Jahr Vize-Weltmeister, muss gehen. Für ein Spiel rückt Manager Assauer auf die Trainerbank, dann kommt Jürgen Sundermann. Doch der „Wundermann“ aus Stuttgart führt das Team nur in die Relegation, wo nach einem 1:3 gegen den Zweitligadritten Bayer Uerdingen in der Krefelder Grotenburg und einem 1:1 im Parkstadion der zweite Abstieg feststeht.

Dabei scheint Helds Wechsel vom Spielfeld auf die Trainerbank anfangs gut zu klappen. Im Alter von 38 Jahren bestreitet er sein 422. und letztes Bundesligaspiel für Bayer Uerdingen, wenige Wochen später tritt er sein erstes Engagement als Coach bei Schalke 04 an. Sein erster Erfolg: 1982 kehrt die Mannschaft nach dem ersten Abstieg umgehend als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück.

In seiner gewohnt bescheidenen Art kommentiert Held: „Schalke hat mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga sein Saisonziel erreicht. Das ist die Hauptsache. Und wenn ich ein wenig dazu beigetragen habe, dass letztlich alles geklappt hat, so bin ich zufrieden.“

Diese zurückhaltende Art gepaart mit seiner unterkühlt wirkenden Ausstrahlung werden ihm auf Schalke zum Verhängnis. Die Mannschaft zieht nicht an einem Strang, zum Ende der Hinrunde rangiert der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

kalenderblatt_fischer

16. Februar: Sieben Schalker im DFB-Aufgebot

Nach den weniger erfolgreichen 1960er-Jahren wächst Anfang der 1970er-Jahre eine schlagkräftige Truppe auf Schalke heran. Eine Entwicklung, die dem DFB nicht verborgen bleibt. Und so nominiert Bundestrainer Helmut Schön sieben Schalker für die Länderspiele gegen Albanien (16. und 17. Februar 1971).

kalenderblatt_schalke_essen

15. Februar: Dramatisches 4:4 im Match gegen RWE

Derbys gegen Borussia Dortmund sind legendär, Duelle mit dem VfL Bochum gehören zur Bundesligageschichte, doch vor allem Aufeinandertreffen der Schalker mit den Rot-Weißen aus dem feudalen Essen verdienen die Bezeichnung "Lokalkampf". Ob nun in Gelsenkirchen oder an der Hafenstraße: Es sind immer Spiele voller Dramatik, Spannung und Tore. Bestes Beispiel dafür ist das 4:4 am 15. Februar 1975.

kalenderblatt_bittcher

14. Februar: Bittcher gleicht kurz vor Schluss gegen die Bayern aus

"Kilometer-Fresser", "Mittelfeldmotor", "Energiebündel": Ulrich Bittcher wird während seiner Karriere als Fußball-Profi mit einigen Bezeichnungen versehen. Der Mann mit der hohen Stirn und den wehenden Haaren, der am 14. Februar 1981 120 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 2:2 gegen Bayern München erzielt, trägt elf Jahre lang das Trikot der Königsblauen und muss anschließend mit einem weniger schmeichelhaften Etikett leben.

190213_kalenderblatt

13. Februar: Westfalia Schalke schließt sich dem Schalker TV 1877 an

Lange Zeit wehren sich die Mitglieder von Westfalia Schalke, dem Vorgänger des FC Schalke 04, gegen einen Zusammenschluss mit einem anderen Verein. Am 13. Februar 1912 erlahmt allerdings der Widerstand, Westfalia wird zur Fußball-Abteilung des Schalker Turnvereins 1877.