26. Februar: Schmerzhaftes Wiedersehen mit Stan Libuda

Ausgerechnet "Li-bu-da": Im Sommer 1965 verlässt Reinhard "Stan" Libuda Gelsenkirchen und schließt sich Borussia Dortmund an. Am 26. Februar gibt es zum ersten Mal ein Wiedersehen. Eine Zusammenkunft, an die besonders die Anhänger der Blau-Weißen ungern zurückdenken: Bei den Schwarz-Gelben gehen die Schalker mit 0:7 unter.

1966: Schalke geht bei Libudas BVB unter

Die Zielsetzungen der beiden Vereine in der Saison könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die Borussen als Pokalsieger von 1965 den vierten Meistertitel im Visier haben und mit Held-Libuda-Emmerich über ein exzellentes Angriffs-Trio verfügen, ist das Bestreben der Knappen bescheidener. Vor dem Hintergrund, dass im Sommer 1965 die Leistungsträger Willi Schulz (zum HSV), Hans Nowak (FC Bayern), Reinhard Libuda (BVB), Willi Koslowski (Rot-Weiß Essen), Waldemar Gerhardt (Fortuna Düsseldorf) und Gyula Toth (1. FC Nürnberg) dem Schalker Markt den Rücken kehren, hat die junge Mannschaft lediglich die Vorgabe, die Klasse zu halten.

Das gelingt zwar am Ende der Saison, doch gegen das Star-Ensemble von Trainer Willi Multhaup haben die Youngster um Manni Kreuz und Günther Herrmann keine Chance. Immer wieder setzen sich Sigi Held und Stan Libuda auf den Außenbahnen durch und zirkeln den Ball in die Mitte, wo die BVB-Stürmer nur noch Danke sagen müssen. Allein fünf Kopfballtore resultieren aus dem konsequenten Spiel über die Flügel, wo Libuda reihenweise seine Gegenspieler narrt.

Der sensible Grenzgänger hat endlich wieder das Selbstvertrauen, was er zu seiner Schalker Zeit besitzt und was ihm nach dem Wechsel kurzfristig abhandenkommt. So besitzt er in der Hinrunde nicht die Courage, beim Auswärtsspiel seines neuen Arbeitgebers in Gelsenkirchen aufzulaufen. Wie schon vor ihm Willi Schulz meidet Libuda das Pfeifkonzert in der Glückauf-Kampfbahn.

Auch wenn es mit der Meisterschaft nicht klappt, darf sich Libuda im Sommer 1966 über einen Titel freuen. Sein 2:1 in der Verlängerung gegen den FC Liverpool beschert den Dortmundern den Europapokal der Pokalsieger.

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