5. April: Schalke erobert erneut das San Siro

Im Viertelfinale der Champions-League-Saison 2010/2011 wird dem FC Schalke 04 Titelverteidiger Inter Mailand zugelost, das in der Runde zuvor den FC Bayern München aus der Königsklasse gekegelt hat. Im Mailänder San Siro erleben die Knappen einen Albtraumstart – und sorgen dann für einen der größten Europapokal-Abende in der Schalker Vereinsgeschichte.

2011: S04 gewinnt sensationell mit 5:2 bei Inter Mailand

Nach nicht einmal einer Minute klärt Manuel Neuer außerhalb des Strafraums spektakulär per Flugkopfball. Das Problem: Die Kugel landet direkt bei Dejan Stankovic, der fast von der Mittellinie aus volley abzieht und ins leere Tor trifft – das 1:0 für die Hausherren. Doch der S04 lässt sich von diesem bitteren Beginn nicht unterkriegen und kommt nach einem Eckball zum Ausgleich. Zunächst scheitert Kyriakos Papadopoulos noch an Torwart Julio Cesar, doch Joel Matip ist zur Stelle und versenkt den Ball zum 1:1-Ausgleich ins Netz (17.).

In der Folge machen die Hausherren mehr fürs Spiel und gehen durch Stürmerstar Diego Milito in der 33. Minute erneut in Führung. Die Knappen zeigen aber einen unglaublichen Charakter und gleichen durch eine Willensleistung Edus, der in Mailand wohl sein bestes Spiel im königsblauen Trikot absolviert, zum zweiten Mal aus (40.).

In Halbzeit zwei nimmt die Sensation dann ihren Lauf. Raúl erhöht in der 53. Minute auf 3:2, 04 Minuten später grätscht Inter-Abwehrspieler Andrea Ranocchia eine Jurado-Hereingabe ins eigene Netz. In der Folge haben die Schalker weitere große Gelegenheiten, treffen zwei Mal den Pfosten und sogar zum fünften Mal ins Tor. Edu verwertet ein Baumjohann-Zuspiel eine Viertelstunde vor Schluss zum 5:2.

14 Jahre nach dem UEFA-Pokal-Triumph erobert der S04 somit ein zweites Mal das Giuseppe-Meazza-Stadion und legt den Grundstein für das Weiterkommen. Das Rückspiel gewinnen die Knappen mit 2:1. Im Halbfinale wartet Manchester United auf die Knappen. Gegen die Red Devils platzt der Traum vom Finale am Ende leider deutlich.

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