6. Februar: Geburtstag von „Opa Pritschikowski“

Wenn der Refrain "Ob ich verroste und verkalke, ich gehe immer noch auf Schalke" angestimmt wird, singt die ganze Vereinsfamilie mit. Der Song ist "Opa Pritschikowski" gewidmet, einem Knappen, dessen bürgerlicher Name Paul Schwarz war. Der Mann an der Glocke wäre heute 132 Jahre alt geworden.

1887: Paul Schwarz wird geboren

Seine Prominenz verdankt Schwarz dem Plattenproduzenten Hans Beukenberg. Der stößt Ende der 1960er-Jahre bei der Suche nach einem geeigneten Cover für die Single „Immer auf Schalke“ auf ein Foto von Karl Müller aus dem Jahr 1967. Die Aufnahme zeigt „Opa Pritschikowski“ mit der Schalker Glocke in der Glückauf-Kampfbahn. Beukenberg ist so begeistert von dem Bild, dass er es auf die Schallplattenhüllen drucken lässt.

Als anlässlich des Wiederaufstiegs der Schalker im Jahre 1991 die Hymne an die Königsblauen auflebt, gerät auch Opa Pritschikowski, der beim Einmarsch der Fußballer und bei Toren für die Gastmannschaft immer die Glocke läutet, erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Nur wer der Opa ist, daran kann sich auch Hans Beukenberg nicht mehr erinnern. Erst ein Zufall bringt die Identität ans Tageslicht.

WAZ-Redakteur Winfried Szodruch schreibt im Sommer einen Artikel über das Schalker Maskottchen. Ein paar Tage später bekommt er Post. Der Brief ist von Elisabeth Michael aus Norderstedt, die dem verdutzten Journalisten mitteilt: „Opa Pritschikowski war mein Vater.“

Sie kennt das Plattencover gar nicht. Zwar besitzt Elisabeth Michel, geb. Schwarz, ein Foto, das ihren Vater mit der Glocke zeigt, aber von der besagten Aufnahme erfährt sie erst, als ihr ein Verwandter den WAZ-Bericht zuschickt. Sie berichtet: Paul Schwarz wurde am 6. Februar in Gelsenkirchen-Leithe geboren. Als Bergmann arbeitete er auf den verschiedenen Schachtanlagen der 1966 stillgelegten Zeche „Graf Bismarck“. Paul Schwarz starb 1983 und ist auf dem Hauptfriedhof in Buer begraben worden. Das Bild als „Opa Pritschikowski“ jedoch macht ihn für die Schalker Vereinsfamilie unsterblich.

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