8. September: „Ratte“ macht seinem Namen alle Ehre

Ein junger S04-Torwart beweist, warum er den Spitznamen „Ratte“ zu Recht trägt und drei Jahre zuvor regnet es Tore zwischen Schalke und dem FC Bayern. schalke04.de schaut in den Rückspiegel und blickt auf historische Ereignisse vom 8. September aus mehr als 114 Jahren Vereinsgeschichte zurück.

1973: Zehn Tore zwischen S04 und den Bayern

Die Partie gehört zu den legendärsten Duellen zwischen dem S04 und dem FC Bayern München: Am 8. September 1973 legen die Königsblauen einen Traumstart hin und führen nach einem Doppelpack von Rainer Budde und einem Tor durch Erwin Kremers bereits mit 3:0. Gerd Müller bringt sein Team auf 1:3 heran, doch Helmut Kremers stellt den Drei-Tore-Vorsprung vom Elfmeterpunkt wieder her. Bayern-Torjäger Müller verkürzt per Strafstoß ein weiteres Mal, S04 hat aber erneut die Antwort parat und stellt durch einen weiteren Elfmetertreffer von Helmut Kremers zur Halbzeitpause auf 5:2. Zum Sieg reicht es für die Knappen dennoch nicht. Zwei weitere Tore von Müller und eines von Bernd Dürnberger sichern den Gästen in einem unglaublichen Match doch noch einen Punkt. Zwischen Schalke und den Bayern gab es nie mehr Treffer in einer Bundesliga-Partie.

1976: Großer Auftritt von „Ratte“ Schubert

Günther Schubert, Spitzname „Ratte“, hat am 8. September 1976 seinen großen Auftritt im Tor des FC Schalke 04. Da sich Stammkeeper Envar Maric in einem Formtief befindet, vertraut Trainer Friedel Rausch in der Erstrunden-Partie des UEFA-Pokals beim FC Porto auf den erst 21 Jahre alten Torwart. Schubert unkt vor dem Match: „Entweder bin ich nach diesem Spiel groß im Geschäft oder aber 20 Pfennige wert.“ Gegen starke Portugiesen macht Schubert ein sehr gutes Spiel, hält lange Zeit die Null, während Klaus Fischer sogar eine 2:0-Führung für den S04 herausschießt. In Halbzeit zwei erhöht Porto den Druck, kommt zum 2:2-Ausgleich. Nach einer Attacke von Portos Teofilo Cubillas, in deren Anschluss der Ball die Linie passiert, mimt Schubert den „sterbenden Schwan“. Der Schiedsrichter fällt darauf herein, verweigert dem Tor die Anerkennung. „Jetzt wisst ihr“, flachst Präsident Günter Siebert, „warum er Ratte heißt“. Im Rückspiel, das S04 trotz 0:2-Rückstands noch dramatisch in der Schlussphase für sich entscheidet, sitzt Schubert nach Patzern in der Bundesliga wieder auf der Bank. Der Schlussmann verabschiedet sich im Sommer 1977 mit drei Bundesliga-Spielen für den S04 in der Vita zum 1. FC Bocholt. Im Juni 2002 verstirbt Schubert im Alter von nur 47 Jahren an einem Herzinfarkt.

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