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Anas Bouda: Besser hätte der Tag für mich nicht laufen können
Nach schwerer Kreuzbandverletzung: Anas Bouda feierte beim 5:4-Auswärtserfolg der U23 beim 1. FC Bocholt nicht nur sein zwischenzeitliches Ausgleichstor zum 4:4, sondern zugleich ein ganz besonderes Comeback: sein Pflichtspieldebüt für die königsblaue U23. Nach dem Regionalligaspiel stand der 21-Jährige in der Mixed Zone Rede und Antwort. Dabei sprach er über seine schwere Verletzung, sein erstes Jahr auf Schalke, die mentale Herausforderung der Reha und seinen Comeback-Tag.
Der 21-Jährige war zur Saison 2025/2026 zu den Königsblauen gewechselt. Zuvor spielte er in der U21 des 1. FC Kaiserslautern, ehe er sich im letzten Saisonspiel der Pfälzer eine schwere Kreuzbandverletzung zuzog. Es folgte eine lange und schwierige Zeit, Monate voller Reha, Geduld und harter Arbeit – immer mit dem Ziel vor Augen, wieder auf dem Platz zu stehen. Am Hünting in Bocholt war es am vergangenen Samstag (8.8.) so weit: Bouda kehrte nach langer Verletzungspause zurück und wurde dabei direkt zu einem wichtigen Faktor für seine Mannschaft.
Anas Bouda über …
… seine lange Leidenszeit
In erster Linie ist das eine Kopfsache. Man muss im Kopf alles sortieren und darf sich davon nicht unterkriegen lassen. Für viele Spieler ist so eine Verletzung der Untergang. Für mich war aber direkt klar, dass ich mit diesem Rückschlag umgehen und stärker zurückkommen möchte. Darauf habe ich hingearbeitet, auch wenn es auf dem Weg immer wieder Rückschläge gab.
… sein erstes Jahr auf Schalke
Am Anfang war es schwierig für mich. Ich war nicht auf dem Platz, die Spieler kannten mich nach meinem Wechsel aus Kaiserslautern noch nicht und ich habe zunächst nur in der Reha an meinem Comeback gearbeitet. In dieser Zeit hat mich meine Familie sehr unterstützt. Als ich dann wieder zur Mannschaft konnte, habe ich sie natürlich auch von außen immer supportet. Das hat mir noch einmal zusätzliche Kraft gegeben.
… sein Comeback
Ich muss meine Emotionen selbst erst einmal sortieren. So, wie das Spiel gelaufen ist, kann man es sich eigentlich nicht besser vorstellen. Nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft ist es enorm wichtig, dass man so eine Partie noch dreht und so stark zurückkommt. Ich bin dankbar dafür, dass ich meinen Teil mit dem Ausgleichstreffer dazu beitragen konnte. Auch meine Verteidigungsaktion auf der Linie, nach der mich meine Kollegen bejubelt haben, gibt mir Kraft. Besser hätte der Tag für mich nicht laufen können.
… mentale Stärke
Auf der einen Seite unterstützt dich die Familie, und dafür bin ich sehr dankbar. Allerdings gibt es immer wieder Leute, die dich auf die Verletzung ansprechen und sagen, dass es nicht einfach ist, mit so einer schweren Verletzung umzugehen. Da musst du selbst auch mental stark sein – und das bin ich von meinem Typ her. Ich hatte immer nur eine Sache im Kopf: stärker zurückzukommen. Ohne diesen Gedanken wäre ich jetzt nicht an diesem Punkt.
… seine Ziele und den Unterschied zwischen Kaiserslautern und Schalke
Mein Ziel ist es, gesund zu bleiben und möglichst viele Spiele zu machen. Schalke ist noch einmal etwas anderes als Kaiserslautern. Du bist hier noch näher an allem dran, auch daran, dass alle gemeinsam auf einer Anlage trainieren. Selbst während meiner Verletzungszeit habe ich von allen Seiten so viel Unterstützung erhalten. Das macht Schalke für mich aus.