Ahmed Kutucu: Notfalls hätte ich auch mit einer gebrochenen Hand gespielt

Für Ahmed Kutucu ist dieses Jahr ein ganz besonderes. In insgesamt sieben Wettbewerben kam der Youngster bei den Profis, der U23 und der U19 zum Einsatz. Der krönende Saisonabschluss wäre für den gebürtigen Gelsenkirchener, mit den A-Junioren am Montag (20.5., 18.45 Uhr) ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

Dass er dort mitwirkt, obwohl er die meiste Zeit der Rückrunde bei den Lizenzspielern verbracht hat, ist für ihn eine absolute Selbstverständlichkeit. „Ich mache es gerne“, sagt Kutucu und lächelt. „Die U19 ist meine Mannschaft. Ich sage nicht, dass ich nur zu den Profis gehöre. Ich spiele für den Verein Schalke 04.“ Das gelte natürlich auch, wenn ich in der U23 zum Einsatz komme. „Ich sehe mich als ein Mitglied der Mannschaft und spiele in jedem Team, in dem ich mitspielen darf. Ich habe Spaß am Fußball, ich will spielen, weil ich einfach Lust auf Fußball habe.“

Unbedingter Einsatzwille zeichnet ihn aus. Das beweist auch die in Tape gehüllte rechte Hand des 19-Jährigen. In der ersten Halbzeit sei er mit einem Gegner zusammengeprallt, sagt Kutucu, habe es aber zunächst gar nicht so richtig bemerkt. Erst in der Pause. Also legte ihm ein Physiotherapeut einen Tape-Verband an und weiter ging es mit der zweiten Halbzeit. „Notfalls hätte ich auch mit einer gebrochenen Hand gespielt“, verrät er mit einem Augenzwinkern.

Ich sehe mich als ein Mitglied der Mannschaft und spiele in jedem Team, in dem ich mitspielen darf.

Ahmed Kutucu

Dieser Einsatz zahlt sich aus. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielen die Knappen das erlösende 2:2, das dem Team für das Rückspiel noch alle Möglichkeiten lässt. „Fußball geht 90 Minuten plus Nachspielzeit. Da gibt man die ganze Zeit Gas und erhofft sich auch Tore“, sagt Kutucu. Alles reinzuwerfen wird auch im Rückspiel von hoher Bedeutung sein. „Von Anfang an hat viel darauf hingedeutet, dass uns der BVB spielerisch überlegen sein würde. Aber Mentalität und Kampfgeist sind unsere Stärken“, betont Kutucu. Im Halbfinal-Hinspiel habe das Team in diesem Bereich nicht alles ausgeschöpft. „Das möchten wir am Montag natürlich besser machen, um ins Finale einzuziehen“, sagt der Angreifer.

Und das ist nicht die einzige Herausforderung, die ihn in der kommenden Woche erwartet. Am Mittwoch (22.5.) steht auch noch seine mündliche Abitur-Prüfung in Sozialwissenschaften an. „Ich geb‘ Gas“, kündigt er an und verschwindet in der Kabine.

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