Knappen-Fußballschule in Japan: Kulturclash mit Potenzial

Königsblau in Japan: Neben chinesischen Kooperationen konnte die Knappen-Fußballschule nun einen weiteren Schritt in Richtung fortschreitende Internationalisierung auf asiatischem Boden markieren. Die Knappen knüpften Kontakte in die Präfektur Yamanashi und setzten nun ein gemeinsames Projekt mit dem neuen S04-Partner mediaBRAIN um.

Das Interesse und die Popularität des Fußballspiels wachsen nicht nur im europäischen Raum stetig, auch in Asien ist die Sportart klar auf dem Vormarsch. So öffneten sich auch für die königsblaue Nachwuchsabteilung neue Türen in China. 2015 setzten die Knappen einen ersten Meilenstein auf chinesischem Boden. In Kunshan, nicht weit von der Millionen-Metropole Shanghai entfernt, markierte ein erstes Camp der Knappen-Fußballschule den Beginn einer längerfristigen Kooperation und einen weiteren Schritt in der fortschreitenden Internationalisierung der Königsblauen. Neben der chinesischen Kooperation pflegt der FC Schalke 04 auch Kontakte nach Japan und startete nun ein erstes gemeinsames Projekt mit dem neuen S04-Partner mediaBRAIN.

Mit 04 Vorhaben flogen die Knappen in die japanische Präfektur Yamanashi unweit der Weltstadt Tokio: Trainingseinheiten, ein Fußball-Camp, Trainerfortbildungen und der kulturelle Austausch standen auf dem Plan. Die Königsblauen weilten eine Woche beim offiziellen Sponsor mediaBRAIN, einem Vertriebspartner von Officeprodukten, um die geplanten Projekte vor Ort umzusetzen. In der (FC Erfolg) mediaBRAIN Youth Academy bildeten Marco Fladrich, Leiter Knappenschmiede International und der Knappen-Fußballschule, Athletik-Dozent Kai Brock und Grundlagen-Koordinator Sam Farokhi, der für den Bereich der Methodik zuständig war, die japanischen Trainer fort, brachten ihnen den königsblauen Verein näher und konnten bei abendlichen Trainingseinheiten mit den Nachwuchskickern die gelernte Theorie in die Praxis umsetzen.

„Das war ein sehr guter Austausch vor Ort. Die Japaner sind sehr wissbegierig und gastfreundlich“, fasste Marco Fladrich zusammen. „Während der Reise konnten wir einen erfolgreichen ersten Eindruck hinterlassen und wertvolle Kontakte knüpfen, die uns in der nächsten Zeit helfen werden. Ein zweiter Auftritt Ende April wird uns dabei helfen, auf den jetzt geschaffenen Strukturen aufbauen zu können.“

Neben außergewöhnlichen Restaurantbesuchen, bei denen die Benimmregel besagte, die Schuhe auszuziehen, und einer spektakulären Fahrt in die Nähe des Vulkans Fuji, der gleichzeitig der höchste Berg Japans ist, gehörte auch ein Treffen mit Hisao Naito, dem Bürgermeister von Nirasaki, einer Stadt der Präfektur Yamanashis, zum Programm. Während des Austausches wurde Naito klar, dass sich hinter der Fußballschule ein deutscher Bundesligist verbirgt. Voller Begeisterung leitete er daraufhin in die Wege, dass das bevorstehende Fußball-Camp an einem von zwei Tagen im Stadion der Stadt Nirasaki stattfinden konnte. Vor einer beeindruckenden Kulisse konnten rund 50 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren mit den Knappen trainieren. Ausreichend Platz für die Eltern gab es auf der Tribüne und auch ein einmaliger Blick auf den mit Schnee bedeckten Fuji gehörte dazu.

Fladrich lobte die Begebenheiten im Stadion und zeigte sich dankbar für den unvergesslichen Austragungsort. „Das war ein super Camp, welches wir auch dem Bürgermeister und der japanischen Gastfreundschaft zu verdanken haben.“ Zudem betonte er, dass die Königsblauen den Japanern nicht nur den Ruhrpott-Fußball näherbringen konnten, sondern auch für die kommende Zeit eine Marke hinterlassen haben. „Am Ende des Camps kam der Bürgermeister noch einmal höchstpersönlich zu uns, er trug eine S04-Krawatte und bekannte sich als Fan. Es war schön zu beobachten, dass den Einheimischen bei unserem Besuch immer mehr bewusst wurde, dass hinter dem Projekt Schalke 04 steckt und sie mit unserem Verein etwas verbinden konnten.“

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