Intensive Zukunftsdiskussionen bei mitGeredet

Die Zukunft des Fußballs und deren Auswirkungen auf den FC Schalke 04: die Veranstaltung „mitGEredet - der Zukunft gewachsen“ drehte sich am Dienstagabend (24.5.) ganz um Entwicklungen und Perspektiven.

In der Zeche Hugo Schacht 2 in Gelsenkirchen diskutierten die beiden S04-Vorstände Alexander Jobst und Peter Peters gemeinsam mit weiteren Podiumsgästen und rund 150 Mitgliedern der Königsblauen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Fernsehjournalist und S04-Mitglied Matthias Killing. Die Grundlage bildete die Studie „Profifußball 2025. Ein Delphi Szenario“ von Prof. Schmidt, die er in einem kurzen Vortrag vorgestellt hatte. Einig waren sich die Teilnehmer, dass sich der Fußball immer schneller entwickelt. Peter Peters: „Es sind in den letzten Jahren viele gravierende Veränderungen eingetreten. Wir müssen die Zukunft aktiv gestalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben, besonders in einem sich immer schneller wandelnden Wettbewerbsumfeld.“

Dem pflichtete S04 Marketing-Vorstand Alexander Jobst bei: „Fußball ist unser Kerngeschäft und wird es auch immer bleiben. Daneben ist es aber unsere Aufgabe, uns mit weiteren Entwicklungen zu beschäftigen.“

Daher auch der Einstieg des FC Schalke 04 in den Esport. „Wir sind damit Vorreiter im europäischen Fußball. Der Bereich Esport hat riesiges Wachstumspotential.“ Daneben sei auch die Digitalisierung ein zentrales Thema für die Zukunft, besonders auch, um den Verein auch international noch bekannter zu machen.

Ein weiteres wichtiges Thema für eine erfolgreiche Zukunft des FC Schalke 04: klare Strukturen und effiziente Entscheidungswege. Nur so hat sich der S04 in der Rechtsform als eingetragener Verein als einziger Club in der Spitzengruppe der Bundesliga gehalten. Daher wäre Peter Peters auch zufrieden, diesen Platz auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu halten. „Der Wettbewerb wird härter und viele Vereine konnten nicht das halten, was sie sich vorgenommen haben“, so Peters. „Es ist gar nicht jedem bewusst, dass wir in Europa auf Platz 14 stehen, noch vor den Mailänder Vereinen oder dem FC Liverpool. Wenn wir das als e.V. gegen die Investoren-Clubs verteidigen können, wäre ich sehr zufrieden.“ Journalist Peter Müller von der WAZ ergänzte: „Der FC Schalke 04 hat in den letzten Jahren immer international gespielt, viele andere Traditionsclubs nicht. Das verdient Anerkennung.“

Auch das Stadionerlebnis der Zukunft wurde diskutiert. Michael Gabriel, Leiter der Koordinierungsstelle der Fanprojekte: „Oft geht man gemeinsam mit Freunden ins Stadion, das ist auch ein soziales Ereignis.“ Daher sieht er technische Entwicklungen, wie die Übertragung eines Spiels als Hologram, teilweise skeptisch. Alexander Jobst äußerte sich mit Blick auf den S04 ebenfalls zum Thema: „Wir möchten die unglaubliche Faszination des Vereins beibehalten. Das Live-Ereignis im Stadion hat Schalke groß gemacht und wird uns auch weiter ausmachen.“

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