MitGEredet in Münster - AR-Kandidaten stellen sich vor

Bei der Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 am Sonntag (26.6.) stehen unter anderem Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Für die beiden zu besetzenden Plätze hat der Wahlausschuss vier Kandidaten zugelassen: Die beiden langjährigen AR-Mitglieder Peter Lange und Clemens Tönnies, die sich zur Wiederwahl stellen, sowie Michael Stallmann und Andreas Goßmann, die erstmals kandidieren.

Um möglichst vielen Mitgliedern des Vereins die Möglichkeit zu bieten, alle Kandidaten kennen zu lernen und sich ein eigenes Bild zu machen, hat der FC Schalke 04 alle vier Bewerber zu MitGEredet eingeladen. Teil eins der Reihe fand am Montag (20.6.) in Münster statt. Schon weit vor dem Einlass um 18.30 Uhr hatten sich viele der rund 140 Teilnehmer im Factory Hotel eingefunden.

Bei der Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 am Sonntag (26.6.) stehen unter anderem Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Für die beiden zu besetzenden Plätze hat der Wahlausschuss vier Kandidaten zugelassen: Die beiden langjährigen AR-Mitglieder Peter Lange und Clemens Tönnies, die sich zur Wiederwahl stellen, sowie Michael Stallmann und Andreas Goßmann, die erstmals kandidieren.

Moderatorin Jessica Bloem eröffnete um 19.04 Uhr die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellungsrunde und fragte jeden der Kandidaten ganz direkt: „Warum sollte ich Dich wählen am Sonntag?“

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies, 60, Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück, betonte: „Wir haben Schalke Strukturen gegeben: mit dem besten Nachwuchsleistungszentrum der Liga, der kontinuierlichen Entschuldung und den gleichzeitig geschaffenen Werten wie etwa dem Stadion und einer jungen, talentierten Mannschaft.“

Auf über 500 Mio. Euro taxieren anerkannte Experten diese Werte, dennoch sei der Verein wieder dem verfallen, was er am liebsten mache: „Wir beschäftigen uns mit uns selbst. Damit müssen wir aufhören, dazu will ich beitragen.“

Aufsichtsratsmitglied Peter Lange, Unternehmer aus Mülheim, 60 Jahre, weist darauf hin, dass der Schalker Aufsichtsrat Erfahrung gut gebrauchen könne – schon Huub Stevens habe gewusst: „Erfahrung ist Reichtum“. Lange betont: „ In 15 Jahren habe ich die DNA und die Seele von Schalke kennen gelernt und weiß, wie der Verein tickt. Ich bin davon überzeugt, dass ich auch in Zukunft mit meiner Erfahrung dem Verein helfen kann.“ Er regte an, jeden Tag ins Leitbild zu schauen und dessen Punkte zu beherzigen, dann gäbe es weniger Ärger. „Wir Schalker tragen das Herz auf der Zunge. Ich bin jemand, der sagt, was er denkt und tut, was er sagt. Ich bin grundsätzlich für alle Fans ansprechbar, egal, von welcher Fanorganisation.“

Michael Stallmann, 56 Jahre, Unternehmer aus Marl: „Ich arbeite gerne im Hintergrund und war schon in vielen Aufsichtsräten tätig.“ Der Fokus sei dabei immer gewesen: Still arbeiten, damit der Vorstand in Ruhe arbeiten könne. Lange Zeit hätten Familie und Beruf im Vordergrund gestanden, jetzt passe es auch zeitlich für ein Engagement im Aufsichtsrat von Schalke.

„Ich habe mich die letzten Jahre geärgert und mir Sorgen gemacht um den Verein. Einige Dinge sind falsch gelaufen, es gab große Querelen innerhalb des Aufsichtsrats. Auch auf der Trainerseite haben wir einige wüste Experimente hinter uns und ich finde, dass muss sich ändern. Dafür stehe ich.“

Andreas Goßmann, 55 Jahre, Sparkassendirektor a.D. aus Düsseldorf, befand „Ich bin betroffen über die Art und Weise, wie sich der Aufsichtsrat präsentiert.“ Gerd Rehberg, der Ehrenpräsident, habe das ja in seinem offenen Brief thematisiert, in dem von Streitigkeiten die Rede war, von Egoismen.

„Als Banker alter Schule – ich habe in zig Aufsichtsräten gesessen – kenne ich das gar nicht anders: Man ist unterschiedlicher Meinung, tauscht sich aus und stimmt sich ab, dann wird es gemeinsam nach außen getragen.“ Es gehe um die Sache: „Das Wie muss im Vordergrund stehen und Schalke dienen.“

Die lebhafte Diskussion, bei der in 90 Minuten viele Fragen gestellt und beantwortet wurden, endete mit dem traditionellen Singen des Vereinslieds. Die nächste Vorstellungsrunde der Kandidaten im Rahmen von MitGEredet findet am Mittwoch (22.6.) in Bielefeld statt.

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