FC Schalke 04 trauert um Jürgen Sobieray

Jürgen Sobieray, in der Saison 1971/1972 DFB-Pokalsieger und Vizemeister mit den Königsblauen, ist tot. Der gebürtige Gelsenkirchener verstarb bereits am 26. März dieses Jahres im Alter von 70 Jahren plötzlich und unerwartet, wie am Samstag (10.4.) bekannt wurde.

Zwischen 1969 und 1979 absolvierte Sobieray insgesamt 235 Pflichtspiele für den S04, darunter 210 in der Bundesliga. Im deutschen Fußball-Oberhaus gelangen dem Abwehrspieler 14 Tore für den S04, hinzu kommen zwei Treffer im DFB-Pokal.

Bundesliga-Debüt mit 19 Jahren

Bei der 0:3-Niederlage bei Hertha BSC am 25. Oktober 1969 feierte Sobieray sein Bundesliga-Debüt für die Knappen, als er in der 57. Minute für Heinz van Haaren eingewechselt wurde.

Bereits in seinem zweiten Bundesliga-Jahr stand der Abwehrspieler zusammen mit Klaus Fischer und Rolf Rüssmann im Notizbuch von Bundestrainer Helmut Schön und spielte 1971 für die B-Elf des Deutschen Fußballbundes. Nach der Saison 1971/1972 wurde der trickreiche Verteidiger vom Kicker Sportmagazin in die Elf des Jahres berufen.

Teil der Pokalsieger- und Vizemeister-Mannschaft

Sobieray gehörte zur erfolgreichen Mannschaft der 1970er Jahre, die 1972 im DFB-Pokal-Finale den 1. FC Kaiserslautern mit 5:0 bezwang, und in der Bundesliga Vizemeister hinter dem FC Bayern München wurde. Sowohl im Endspiel um den DFB-Pokal als auch im entscheidenden Duell um die Meisterschaft bei den Bayern am 34. Spieltag kam Sobieray nicht zum Einsatz, da der DFB im Zuge des Bundesliga-Skandals wegen verschiedener Verdachtsmomente Schalke den Einsatz Sobierays untersagt hatte.

Gut einen Monat nach dem DFB-Pokalsieg wurde Sobieray vom DFB für zwei Jahre gesperrt. Im Juni 1973 hob der Verband das Urteil auf, und ab dem 1. August 1973 war der Verteidiger wieder spielberechtigt.

Nach seiner Zeit bei den Königsblauen war Sobieray noch für den DSC Wanne-Eickel, Borussia Dortmund und TuS Schloß-Neuhaus aktiv, bevor er im Sommer 1983 seine Karriere beendete.

Der FC Schalke 04 wird Jürgen Sobieray stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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