Schalke 04 trauert um Rudi Gutendorf

Rudi Gutendorf, zwischen November 1968 und September 1970 Trainer beim FC Schalke 04, ist in der Nacht auf Samstag im Alter von 93 Jahren verstorben.

Gutendorf, der am 30. August 1926 in Koblenz geboren wurde, trainierte in sage und schreibe 32 Ländern und fünf Kontinenten auf 55 Trainerposten und schaffte es damit ins Guinness-Buch der Rekorde. „Wir verlieren in ihm jemanden, der uns durch sein großes Herz und Positivität jeden Tag bereichert hat. Mit über 50 Trainerstationen auf allen fünf Kontinenten hat er zahlreiche Menschen mit seiner Person und Arbeit positiv berührt“, schrieb Gutendorfs Familie.

Zu Gutendorfs Stationen zählten unter anderem Länder wie Antigua und Barbuda, Neukaledonien, Tonga, Nepal, Sao Tomé und Principe, Fidschi, Mauritius, Ruanda und Samoa. 2004 beendete Gutendorf, der in Deutschland beim TSV-Marl-Hüls, dem Meidericher SV, dem VfB Stuttgart, dem FC Schalke 04, den Kickers Offenbach, dem TSV 1860 München, dem SC Fortuna Köln, TeBe Berlin, dem Hamburger SV und Hertha BSC als Coach aktiv war, seine Trainerkarriere. Für seine Verdienste wurde er mit zwei Bundesverdienstkreuzen ausgezeichnet.

Pokalfinale mit dem FC Schalke 04

Gutendorf wurde mit dem Meidericher SV, dem Vorgängerclub des MSV Duisburg, in der Bundesliga-Saison 1963/1964 Vizemeister hinter dem 1. FC Köln. Mit 36 Gegentreffern stellte sein Team die beste Abwehr der Liga, Gutendorf wurde aufgrund seiner erfolgreichen Defensivtaktik der Spitzname „Riegel-Rudi“ verpasst. Am 22. November 1968 übernahm Gutendorf den FC Schalke 04 als Nachfolger von Günter Brocker und führte die Knappen vom vorletzten Tabellenplatz auf Rang sieben. Zudem erreichte mit dem S04 in derselben Saison das Pokalfinale, das Königsblau mit 1:2 gegen den FC Bayern München verlor.

Der FC Schalke 04 wird Rudi Gutendorf stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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