Christian Gross ist neuer Chef-Trainer des FC Schalke 04

Im Kampf um den Klassenerhalt haben sich die Königsblauen für einen neuen Mann an der Seitenlinie entschieden: Christian Gross ist ab sofort Chef-Trainer der Lizenzspielermannschaft. Der Schweizer unterschrieb am Sonntag (27.12.) einen Vertrag bis zum Saisonende. Das Trainer-Team komplettieren werden die bisherigen Assistenten Onur Cinel, Naldo, Matthias Kreutzer sowie Simon Henzler als Verantwortlicher für die Torhüter.

Christian Gross

„Für Schalke 04 geht es in den nächsten fünf Monaten ausschließlich darum, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu schaffen. Christian Gross hat sowohl in Deutschland als auch in England bewiesen, dass er schwierige Missionen dieser Art erfolgreich gestalten kann“, sagt Jochen Schneider, Vorstand Sport und Kommunikation. „Christian Gross wird die Mannschaft mit klarer Linie und einer unmissverständlichen Erwartungshaltung auf den richtigen Weg bringen, davon sind wir überzeugt.“

Christian Gross hat sowohl in Deutschland als auch in England bewiesen, dass er schwierige Missionen erfolgreich gestalten kann.

Jochen Schneider

Gross selbst hat eine klare Vorstellung, wie das Ziel Klassenerhalt realisiert werden soll: „Wir müssen ziel- und resultatorientiert arbeiten. Ich will den Ehrgeiz der Spieler in jeder Sekunde spüren. Wir brauchen in und um die Mannschaft herum eine positive Grundhaltung, um wieder erfolgreich zu sein. Ich werde alles dafür geben, damit wir unser Ziel gemeinsam erreichen werden.“

Gross feierte mit mehreren Clubs große Erfolge

In Deutschland ist der 66-Jährige kein Unbekannter. Der Fußballlehrer hatte im Dezember 2009 den VfB Stuttgart auf Platz 15 übernommen und am Ende der Saison auf Rang sechs geführt. Ähnlich erfolgreich war seine Mission auch beim englischen Traditionsclub Tottenham Hotspur, den er in der Spielzeit 1997/1998 dank einer Erfolgsserie im zweiten Saisonteil vor dem Abstieg bewahren konnte. Weitere Trainerstationen in Gross‘ Vita sind die Schweizer Vereine FC Wil, Grasshopper Club Zürich, FC Basel und BSC Young Boys, mit denen er insgesamt sechs Meisterschaften und fünf Pokalsiege feiern konnte.

Erfolgreich war der neue Chef-Trainer der Königsblauen auch außerhalb Europas: Mit dem Verein al-Ahli aus Saudi-Arabien, für den Gross zuletzt und insgesamt dreimal tätig war, holte er die Meisterschaft und errang zwei nationale Pokale. Zudem führte er den Zamalek SC aus der ägyptischen Hauptstadt Kairo vor zwei Spielzeiten zum Sieg im CAF Confederation Cup – dem afrikanischen Pendant zur Europa League.

In seiner aktiven Laufbahn war Gross zwischen 1972 und 1988 für verschiedene Vereine in seinem Heimatland am Ball. In der Saison 1980/1981 spielte er zudem in Deutschland – und das nur unweit von Gelsenkirchen. Für den VfL Bochum bestritt der Mittelfeldmann 29 Bundesligaspiele, in denen er vier Treffer erzielte.

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