Christian Heidel: Rahmenbedingungen bei einem Transfer müssen stimmen

Nach rund einem Monat Vorbereitung zieht Christian Heidel ein positives Fazit. Der Sportvorstand erklärt, dass er das Team auf einem guten Weg sehe. Das habe mehrere Gründe. „Im vergangenen Jahr kannte Domenico die Mannschaft noch nicht so gut, auch wir beide hatten zuvor noch nicht zusammengearbeitet“, blickt der 55-Jährige zurück.

„Jetzt hat unser Trainer ein Jahr Erfahrung mit der Mannschaft, mit dem Verein. Deswegen ist Vieles etwas einfacher als in der Vorbereitung des Vorjahres. Auch, weil wir bereits frühzeitig personelle Weichen gestellt haben“, sagt der Sportvorstand. Die fünf Neuzugänge Omar Mascarell, Salif Sané, Suat Serdar, Steven Skrzybski und Mark Uth seien dabei allesamt Wunschspieler von Domenico Tedesco gewesen. „Und diese Wünsche haben wir unserem Trainer erfüllt. Domenico hat mir mehrfach bestätigt, dass er sehr, sehr zufrieden mit dem Kader ist.“

Sechster Neuzugang möglich

Ob noch ein sechstes neues Gesicht verpflichtet wird, kann Heidel noch nicht sagen. Es könnte sein, dass die Königsblauen bis zum Ende der aktuellen Transferperiode auf die Leistenverletzung von Bastian Oczipka reagieren und einen Akteur für die linke Seite unter Vertrag nehmen. „Es gibt aber noch keine endgültige Entscheidung. Allerdings es ist kein Geheimnis, dass wir die Augen offen halten“, bestätigt Heidel. „Es ist aber auch so, dass wir bei uns im Kader schauen. Mit Baba haben wir einen Spieler, der diese Rolle bekleiden kann. Auch Daniel Caligiuri oder Thilo Kehrer haben in der Vergangenheit schon auf der linken Seite gespielt. Bei all unseren Überlegungen müssen wir immer im Blick haben, dass wir unseren Kader für drei Wettbewerbe zusammenstellen und gerade für die Champions League auch schauen, wen wir überhaupt melden können.“

Es ist kein Geheimnis, dass wir die Augen offen halten.

Christian Heidel

Darüber hinaus erläutert Heidel, dass auch die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen müssten. „Zumal Bastian Oczipka auch nicht Ewigkeiten ausfällt, sondern mittelfristig zurückkehrt. Wir werden nicht auf jede Verletzung mit einer Neuverpflichtung reagieren können“, sagt er. „Andersrum fehlt Basti uns aber auch einige Monate. Da müssen wir am Ende alle Pros und Kontras abwägen.“

Möglich sei auch, dass ein Talent aus der Knappenschmiede ins Aufgebot rückt. Mit Niklas Wiemann und Benjamin Goller sind zwei letztjährige U19-Vizemeister mit ins Trainingslager gereist und haben die Chance, sich wie schon zuletzt in China zu präsentieren. „Domenico hat beiden Jungs mitgeteilt, dass er sie erneut mitnehmen möchte“, sagt Heidel. Eine Prognose über die Zeit in Mittersill hinaus möchte er aber bewusst nicht abgeben. „Ich möchte beiden keinen Rucksack aufschnallen“, so Heidel.

Höwedes vor Wechsel nach Moskau

Neben Bastian Oczipka ist mit Benedikt Höwedes ein weiterer Spieler aus dem aktuellen Lizenzspielerkader nicht mit in die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern gereist. Der Innenverteidiger steht vor einem Wechsel nach Russland. „Ich kann bestätigen, dass Bene zeitnah den Medizincheck bei Lokomotive Moskau absolvieren wird“, verrät Heidel. „Anschließend wird es noch einmal ein Treffen zwischen den Verantwortlichen von Lokomotive Moskau, Bene und seinem Management geben, damit alles, was vorab besprochen wurde, auch schriftlich fixiert werden kann.“ Zwischen dem russischen Meister und dem S04 hat es bereits eine Übereinkunft gegeben. Schalkes Sportvorstand verweist allerdings darauf, dass „wir es wie in der Vergangenheit halten und einen Transfer erst dann als perfekt vermelden, wenn die Verträge auch unterschrieben sind.“

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