Gerald Asamoah erhält stellvertretend FIFA Fair Play Award

Große Ehre für S04-Legende Gerald Asamoah: Der 37-Jährige wurde am Montag (11.1.) im Rahmen der Ballon d’Or-Gala in Zürich mit dem FIFA Fair Play Award ausgezeichnet. Asamoah nahm die Ehrung stellvertretend für alle Vereine und Personen entgegen, die sich im Jahr 2015 für Flüchtlinge eingesetzt und Diskriminierung bekämpft haben. „Dieses Engagement ist enorm wichtig“, erklärte Asamoah, „denn der Fußball kann sehr viel bewegen.“

In jedem Jahr zeichnet der Weltfußballverband Personen oder Institutionen aus, die sich in besonderem Maße um das Fairplay verdient gemacht haben. Für 2015 entschied sich die FIFA, all diejenigen zu würdigen, die sich im Fußball für Flüchtlinge engagiert haben. „Die Fußballwelt hat reagiert. Vereine und Organisationen überall auf der Welt leisten was sie können, um Gemeinden und Flüchtlinge zu unterstützen“, betonte Laudator Lucas Radebe, der im Jahr 2000 selbst den Fair Play Award erhielt. Radebe überreichte die Auszeichnung an Gerald Asamoah und lobte den Geehrten: „Er hat einen bedeutenden Beitrag in dieser Sache geleistet und setzt sich auch weiterhin für das Wohl von Flüchtlingen ein.“

Dies unterstrich der ehemalige deutsche Nationalspieler in den zurückliegenden Monaten gemeinsam mit dem FC Schalke 04 eindrucksvoll: Im Rahmen der Initiative„Kumpelkiste“ und der Kampagne #stehtauf bezogen der Club und Asamoah klar Stellung in der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte und unterstützten bedürftige Menschen, zu denen auch viele Flüchtlinge gehören, durch Spenden.

Asamoah engagiert sich seit jeher für Integration und Toleranz sowie gegen Diskriminierung und Rassismus. Dies ist durchaus aus seiner eigenen Biografie heraus begründet. Sein Vater, das erklärte er auch bei seiner Ansprache in Zürich, war einst selbst aus Ghana nach Deutschland geflohen. Asamoah folgte ihm als Zwölfjähriger. In Deutschland habe er seine Heimat gefunden und gespürt, wie wichtig Integration sei, sagte Asamoah. Daher sei sein Einsatz für Toleranz für ihn auch eine „Herzensangelegenheit“, wie der 37-Jährige in Zürich hervorhob.

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