Zweite Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim

Vom 11. bis zum 14. Oktober haben sich Schalke hilft!, die Abteilung Fanbelange und das Schalker Fanprojekt zum zweiten Mal gemeinsam mit einer Gruppe Schalkern auf eine Bildungsreise nach Oswiecim (Auschwitz) begeben. Dort hat die Gruppe auch das Stammlager Auschwitz I und II besucht.

Bereits im Vorfeld der Reise trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Vorbereitungsseminar, um über die bevorstehenden Tage in Polen zu sprechen, sich gegenseitig kennenzulernen und mehr über das jüdische Leben in Gelsenkirchen sowie die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt zu erfahren. Dabei fand eine buntgemischte Gruppe von 27 aktiven Fans und Schalke-Sympathisanten zusammen, die sich im Alter von 22 bis 78 Jahren befanden und – trotz der Altersunterschiede – schnell zu einer Einheit zusammenwuchsen.

Nach der Ankunft am Donnerstag erkundeten die Teilnehmer die Stadt Oswiecim und lernten zum ersten Mal das jüdische Leben bei einer Stadtführung und dem Besuch des jüdischen Zentrums kennen. Bereits dort konnten sich die Schalker auf die bevorstehenden Besuche in den Stammlagern I und II vorbereiten. Schnell stellte ein Teilnehmer fest: „Es ist ein schwieriges Thema an einem schwierigen Ort.“

Am Freitag stand für die Schalker dann der Besuch des Stammlagers Auschwitz I auf dem Plan. Der Guide, der sie durch das Lager führte, berichtete eindrücklich über die Geschichte des Orts – anschließend besuchten die Teilnehmer das Krematorium, in dem die Nazis Millionen von Leichen verbrannten.

Am dritten Tag reiste die Gruppe dann ins Lager Auschwitz II Birkenau, dessen Name vom polnischen Dorf Brzezinka abgeleitet ist und in dem das Konzentrationslager steht, das zum Zentrum der nationalsozialistischen Massenvernichtung wurde.

Nach dem vierstündigen Besuch, der bei allen Teilnehmern – ähnlich wie nach dem Besuch des Stammlagers I – noch lange nachwirkte und nur schwer zu begreifende Bilder hinterließ, nahm sich die Gruppe ausreichend Zeit, um im Workshop die vergangenen Tage und das Erlebte aufzuarbeiten.

Das Engagement gegen Rassismus und für eine vielfältige Gesellschaft der Gruppe hat die Gedenkstättenfahrt zu einem besonderen Erlebnis für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemacht. Die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen, so haben es teilnehmenden Schalker in ihren Workshops erarbeitet, werden sie ins Stadion tragen und dabei mithelfen, dass Rassismus keinen Platz auf Schalke und in der Gesellschaft hat.

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